#nulltoleranz!

heute machte (nicht zum erstenmal) ein zitat aus einer festschrift der „marko germania zu pinkafeld“ – deren mitglied auch norbert hofer istUPDATE SIEHE AM ENDE DES ARTIKELS!!! – die runde:

„Alle Lehrer Österreichs, die den Auftrag der Siegermächte erfüllend, die Verbrechen am deutschen Volk leugnen und gleichzeitig mit den ihnen anvertrauten Schülern nach Mauthausen pilgern um dem Gasbetrug zu huldigen, werde, wenn wir die Macht gewinnen, durch ein Gesetz mit rückwirkender Kraft zu Verbrechern erklärt und solange am Hals aufgehängt, bis dass der Tod eintritt.“

hans-henning scharsach berichtet dies in seinem buch:

Stille Machtergreifung. Hofer, Strache und die Burschenschaften. K & S, Wien 2017, ISBN 978-3-218-01090-0

gefühlt ist dies der xte beleg für etwas, was einigermassen politisch versierte menschen in unserem land ohnehin längst wissen. nicht, dass solches verharmlost werden soll, es sollte im gegenteil zu sofortiger anzeige und vorher noch zu konsequenzen führen.

aber: es ist eine binsenweisheit, dass die burschenschaften, die schlagenden verbindungen, eine multiple brutstätte des rechtsextremismus in allen nur vorstellbaren und unvorstellbaren varianten sind!

zitate, wie jene aus dem liederbuch der germania, die udo landbauer zumindest vorerst zum rücktritt gezwungen haben oder wie dieses hier, können keine überraschung sein.

und genau hier liegt das eigentliche problem:

wenn jetzt manche in der övp oder in der liste kurz so tun, als würden sie aus den wolken fallen, was da „ans licht trete“, ist das gelinde gesagt veräppelung der bürger*innen, um kein ordinäreres wort zu verwenden.

dass die ultrarechten schlagenden burschenschafter weit über alles hinnehmbare rechtsextrem verankert sind, ist sehr schlimm. (und längst erkenntnisstand.)

der eigentliche – dieses land in seinen grundfesten gefährdende – skandal ist, dass sebastian kurz und seine willfährigen türkisbegeisterten eben diese wahnsinnigen rechtsextremist*innen mit in jenes boot genommen haben, das nun im braunen schlamm zu versinken droht.

ein ganzes land wurde von sebastian kurz in die hände säbelrasselnder pennäler gespielt, die die existenz unseres staates für einen irrtum halten und wohl am liebsten den letzten weltkrieg noch auf seite der nazis gewinnen würden, wenn sie nur könnten.

wie tief muss die selbstachtung der einstmals zumindest für konservative hoch angesehenen partei gesunken sein, dass sie lieber mit zerschnipselten köpfen und ewigvorgestrigen eine regierung bilden wollen, statt seriös politische verantwortung zu übernehmen?

schluss mit der veräppelung.
raus mit allen burschenschaftern, mit allen rassist*innen und rechtsextremist*innen aus der regierung und aus den ministerien!

für wiederbetätigung, offene massenmorddrohung und rechtsextremismus gibt es nur eines:
nulltoleranz!

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update!

das zitat ist aus einem flugblatt, und nicht aus der festschrift.

das dokumentationsarchiv hat dankenswerterweise die infos zur verfügung gestellt!

„Wg. wiederholter Anfragen: dieses auf sozialen Medien kursierende Zitat entstammt NICHT der Festschrift von N.Hofers Burschenschaft, sondern einem etwa gleich alten Neonazi-Flugblatt. Was in der Festschrift tatsächlich steht, haben wir hier dokumentiert:“

https://www.doew.at/neues/keine-beruehrungsaengste-mit-dem-begriff-deutsch

 

 

foto: javier leiva cc licence by nc nd

es ist gelungen!

es gehört zu den schönen momenten im leben, wenn wir erfahren, dass grosse, sehr grosse schwierigkeiten nun ein für allemal aus der welt geschaft sind.

nach dem mehrfachen – schier unglaublichen – drama um #abschiebung, #schubhaft und #psychoterror ist es nun für die mutter narine und ihre kinder mane und maksim aus walding bei linz vorbei.

soeben habe ich von brigitte raffeiner die nachricht erhalten:

Heute mein erster Besuch im Flüchtlingshaus nach meiner Reha. ❤️

Es ist so vieles im Umbruch. 2018 bedeutet für manche der Beginn eines neuen Lebens.

Narine, Mane und Maxim.

Die drei waren ja Teil der medialen Berichterstattung im Sommer 2017. Eine verhinderte Abschiebung aufgrund der schweren Krankheit des Vaters. Dann der schreckliche Verlust. Tigran starb und wurde am 24.6.2017 begraben. Am Geburtstag seiner Frau. Ein schlimmer Tag. Doch es wurde nicht leichter. Einige Wochen später wurde die Familie erneut in Schubhaft genommen.

Unter Aufbringung all unserer Kräfte, durch den Zusammenhalt der Bevölkerung, durch die Rücksprache und Fürbitte vieler Prominenter, vieler Journalisten konnte soviel Druck aufgebaut werden, dass die Familie aus der Schubhaft entlassen werden konnte.

Vor einigen Wochen flatterte der positive Bescheid ins Haus und vor ein paar Tagen noch die restlichen benötigten Papiere und Ausweise.

Jetzt ist es endgültig soweit: Narine, Mane und Maxim können bleiben! Sie haben eine kleine Wohnung in Walding gefunden. Das heißt auch der Umzug ins neue Leben bringt nicht allzuviel an Veränderung für die Kinder.

Kinder die hier im Ort ihre Wurzeln gefunden haben. Die hier Freunde haben. Die uns vertrauen. Und dieses Vertrauen möchte ich nicht enttäuschen. Ich werde diese Familie begleiten, zuviel an Leid hat uns zusammenwachsen lassen. Professionelle Distanz? Geht nicht. Das Herz kann man nicht so leicht disziplinieren.

Und bei allen die im unsäglichen Sommer 2017 mit uns mitgelitten, mitgefiebert haben, die hier auf fb die Berichte geteilt haben, die Briefe schrieben an den Präsidenten, an den Innenminister und sonstige Schrauben gedreht haben, möchte ich mich bedanken!
Ihr seid Spitze gewesen!

DANKE
Helfen macht Freude

es war wohl das engagierte und unermüdliche eintreten einer gruppe von frauen rund um brigitte raffeiner und veronika pernsteiner, wodurch nun dieser positive ausgang möglich wurde.

da haben sehr viele menschen einfach nicht locker gelassen, haben einer familie in ihren schlimmsten stunden beistand geleistet und haben nicht weggesehen, sondern immer wieder neue kraft gewonnen.

den aktivistinnen gebührt dank und anerkennung!
sie sind role models für die zukunft in unserem land.

unser land wird reicher.
unser land wird lebenswerter.
es sind genau diese aktionen, die unverzichtbar sind.
nur eine verhinderte abschiebung ist eine gute.
hier ging es gleich um drei.
und sie sind verhindert worden.
mehrmals.

es ist gelungen!

hier die geschichte zum nachlesen!

nureineverhinderte

holocaustgedenken – eine moralische verpflichtung.

es gab zeiten, in denen gesichert schien, dass die „ewiggestrigen“ ohnehin nur mehr eine kleine minderheit wären, die langsam aber sicher einsehen müssten, dass der nationalsozialismus die menschheit in eine katastrophe stürzte, die „nie wieder“ passieren dürfe.

es gab zeiten, in denen zuversicht herrschte, dass die gesellschaft unseres landes in zunehmendem masse offenheit und vielfalt, wertschätzung und demokratie lebt, alte strukturen überwindet und den weg in eine aufgeklärte moderne findet.

heute sind wir schon einige tage im jahr 2018. und nichts ist mehr klar. nicht zum ersten mal, aber diesmal mit überraschender heftigkeit, melden sich die alten – überwunden geglaubten – geister wieder.

kindern und jugendlichen muss plötzlich wieder erklärt werden, was ein „wichs“ ist, eine „mensur“, ein „schmiss“ und kaum jemand kann erklären, warum diese „burschen“ wieder etwas in unserem land zu sagen haben.

österreich erlebt eine zeitreise in eine vergangenheit, die mit „konservativ“ wohl nicht mehr zu beschreiben ist. österreich leistet sich rechtsextremes gedankengut an staatstragenden und politisch höchst verantwortlichen stellen.

„ich glaub jetzt nicht, dass sie wieder die viehwagons herausholen, um menschen wegzubringen“, hörte ich kürzlich eine junge frau zu ihrer freundin sagen, die nicht glauben konnte, dass sie den türkisen karrierevogel gewählt hatte.

einer, dem nichts mehr heilig war, hat sich mit den extremrechten ins politische bett gelegt, um nur endlich zum schuss zu kommen. was das für die politische kultur in unserem land – und in europa – bedeutet, ist kaum abzusehen.

wie weit wurden wir nun wirklich zurückgeworfen? wir können es aus der gegenwart kaum beurteilen, wir werden es erst mit einigem abstand sehen können.

widerstand ist die pflicht der stunde. und aufrichtiges gedenken. keine alibiaktionen, keine presseaussendungen mit bekenntnissen, die angesichts der entwicklungen ohnehin niemand glaubt, sondern klares bewusstsein schaffen.

marco m. feingold hat heute vor 7 jahren in einem gespräch mit mir dinge gesagt, die aus heutiger sicht aktueller sind, als je zuvor. deshalb will ich ihn hier gerade heute zu wort kommen lassen:

immer wieder zuhören und reflektieren, was damals passiert ist.
damit es beim „nie wieder“ bleibt!

holocaustgedenken – eine moralische verpflichtung.

betroffenheit und empörung sind gewollt

die medienberichte über die „nun tatsächlich“ stattgefundenen abschiebungen von bestens integrierten menschen lassen bei manchen ratlosigkeit erkennen, bei anderen grosse enttäuschung. ob zweifacher staatsmeister, der seit 7 jahren bestens integriert im land salzburg lebt oder eine familie mit vier kindern: „der neue fpö-innenminister herbert kickl macht ernst.“ so schreibt puls4 in den news.

in den social media schlagen diese unmenschlichkeiten grosse wellen. proteste, verzweifelte aufrufe, appelle an die menschlichkeit. alles umsonst.

ja genau. alles umsonst. und genau so soll es sein.

es ist das kalkül der rechten, sich genau solche fälle rauszusuchen, die „die volle härte des fremdengesetzes“ und dessen exekution vorführen. jeder aufschrei, jeder protest wird so zum ungewollten verstärker der erfolgsstory der rechtsextremen regierungsmitglieder.

es gäbe wahrlich andere fälle, wo es schwer vorstellbar wäre, dass sich breite solidarität und grosse sympathie für die deportierten auftut. aber solche abschiebungen würden dann längst nicht jene mediale aufmerksamkeit erlangen, wie die heutigen.

das dilemma ist unausweichlich. denn was könnte die alternative sein? kein protest? kein aufschrei? kein aufzeigen der wahnsinnigkeiten? kein hilferuf an den (schweigenden) bundespräsidenten? kein kritisches hinterfragen der sinnhaftigkeit? kein aufmerksam machen auf kinderrechte und menschenrechte? wohl kaum.

das dilemma zwingt zum widerstand, im bewusstsein, dass die rechten jeden aufschrei als wohltuende bestätigung für ihre untaten werten werden. regierungstreue medien werden dann noch mehr über die „erfolge“ berichten, weil die aufmerksankeit hochkocht.

das dilemma bleibt ein solches, auch wenn wir wissen, dass die xenophoben sich dadurch nur noch mehr an den verschleppten kindern und verstossenen unschuldigen aufgeilen können. der mob wird immer grössere opfer fordern, immer brutalere übergriffe, immer noch perversere vergehen gegen die menschlichkeit.

das muss ein ende haben. so bald wie nur irgendmöglich. schweigen kann keine lösung sein. einfach hinnehmen ebensowenig.weder für die menschen in der politik, noch für jene, die noch an die chance einer menschlichen gesellschaft glauben.

auch wenn wir feststellen müssen:
betroffenheit und empörung sind gewollt

 

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bild: screenshot puls4news bearbeitet

autoritäre staatsmacht gegen unschuldige menschen

die autoritäre staatsmacht
einer rechtsaussen-regierung
greift durch
kalt und hart
das ist ultra
das ist cool

das geilt die xenophoben fans so richtig auf
kinder, mütter und väter,
menschen, die so gar nichts angestellt haben,
ausser von ganz wo anders zu sein,
in das nichts zu werfen.

schaudeportation.
seht her!
wir sind ultracool.
wir schieben ab.
wir deportieren.
wir pfeifen auf das leben dieser menschen.

schaudeportation.
seht her!
da protestieren wieder die linken zecken.
und die vassilakou.
und noch ein paar menschenrechtsaktive.
wir schieben ab.
wir deportieren.
wir zeigen es allen, was sache ist.

schaudeportation.
seht her!
wären sie nicht gekommen,
müssten wir sie jetzt nicht abschieben.
sie sind selbst schuld.
wir schieben ab.
wir deportieren.
die gehören einfach alle weg.

kinder?
was scheren uns die?
ist doch egal!
eltern?
was bringen die auch die kinder mit!
geht gar nicht.
je mehr protest umso härter packen wir sie an.
jetzt herrschen neue zeiten.

unser chef hat es ja immer schon gesagt.
es wird nicht ohne grausame bilder gehen.

autoritäre staatsmacht gegen unschuldige menschen

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bild: screenshot von bild privat via derstandard überarbeitet 

 

 

der schwere verlust zur politischen unzeit ist ein auftrag.

es war das konkrete handeln, wofür ute bock einerseits sehr berühmt aber auch sehr angefeindet wurde. sie brauchte keine grossen politischen rechtfertigungen oder keine theoretischen ansätze.

ihr handeln kam aus einer ganz persönlichen motivation. „wie soll ich diese jungen menschen einfach auf der strasse stehen lassen?“ war eine der so verblüffend einfachen und umso wirkkräftigen motive.

als ehemalige erzieherin konnte sie durchaus auch sehr strenge töne gegenüber „meine buam“ anschlagen. und die sprache, mit der sie über ihre arbeit berichtete, war bodenständig, direkt, ungeschönt. aber wie das in allen zwischenmenschlichen berufsfeldern so ist: es geht letztlich nicht um eine methode, sondern um die ureigenste persönliche haltung. und die war klar und unmissverständlich.

ute bock wurde zum symbol für ein offenes land. der hetze gegen „fremde“ und der angst vor schutzbedürftigen menschen setzte sie unerschrockenheit und mitgefühl entgegen. als „mutter“* der geflüchteten wurde sie berechtigterweise zur grossen leitfigur für viele.

es ist nun die verantwortung aller, für die ute bock auch weiterhin vorbild sein wird, in ihrem sinne die unverbrüchliche offenheit und bedingungslose nächstenliebe umzusetzen und einzufordern.

dass gerade jene, die sie wegen ihrer haltung und ihren taten oft und wiederholt verhöhnten und beleidigten, jetzt unser land regieren, muss ihr sicher weh getan haben.

ein herz der menschlichkeit schlägt nicht mehr.

der schwere verlust zur politischen unzeit ist ein auftrag.

utebock_literaturhaus

foto: ute bock zu besuch in salzburg, literaturhaus 2013

*) edit: „mutter courage“ war hier im originaltext zu lesen, das könnte missverständlich in bezug auf berthold brechts protagonistin aufgefasst werden, deshalb steht hier nur mehr „mutter“

verrückte braucht das land

lange vor der eröffnung des „coworking salzburg‟ 2012 war an verschiedenen bruchstellen und zwischenräumen der so in sich ruhenden und satten stadt davon zu hören. machte „sie‟ von sich hören? schlug „sie‟ so kräftig auf den busch, dass es unüberhörbar sein musste? oder war es diese „unerhörtheit‟, diese „anmassung‟, die für eigendynamik in den gerüchteküchen sorgte? wohl beides. und wie.

kein zwischenraum, kein leerstand, kein ort der inszenierten ratlosigkeit, keine städtische brache, kein öffentlicher platz in der stadt, kein treffen von kreativen, kein irgendwie sich ereignendes neues wahrzeichen für erneuerung zwischen den altstadtmauern – wie jener kunstvoll gestaltete „igel‟ auf dem mozartplatz wohl gemeint war – und keine gerade noch irgendwie freien räume in der argekultur waren sicher. überall tauchte diese frau auf. die romy. und gleich noch ein paar verrückte dabei. frechheit.

wirkliche gründerinnen sind immer gründerinnen. sie brauchen dazu weder konkrete plätze, noch häuser, weder zusagen, noch businesspläne. sie wissen, was sie gründen, und sie wissen, dass sie es gründen.

kein satz begann mit „dürfen wir fragen‟ oder „es müsste was geschehen‟, kein „vielleicht sollten wir‟ oder „wenn wir genügend unterstützung bekommen, dann‟. die manchmal verblüfften gegenüber wurden stets mit „wir wollen hier‟ und „wir werden‟ und „wir gründen‟ überrascht. also kein „wenn‟ und „aber‟, sondern immer ein „machst du mit?‟ oder „was kannst du für unser projekt tun?‟ beim hinausgehen dann statt eines relativierenden abschieds der satz der gewissheit: „es wird coworking salzburg geben.‟

unerhört. geht gar nicht. schon gar nicht ohne politische lager, parteiorganisationen oder sonstige traditionen. „die glauben, sie können einfach machen‟ war eine dieser angstbesetzten reaktionen auf so viel chuzpe.

was auch immer mit „coworking‟ und „space‟ gemeint war, es schien von haus aus unvermeidbar. immobilien und gründstücke hätten wohl in die nichtexistenz fliehen müssen, um nicht auf dem radarbildschirm der standortsuche zu landen. das ding war beschlossene sache. lange bevor es einen standort hatte.

wer sich daran macht, dinge umzusetzen, ohne dafür real greifbare, handfeste fakten zu haben, landet nicht immer auf den doppelseiten der mainstreampresse, in den artikeln der vorzeigemagazine, auf den onlineplattformen der hipen kreativen. manchmal werden solche menschen auch für verrückt erklärt.

eben diesen grad der verrücktheit aber braucht es anscheinend, um die chancen zu spüren, die freiräume zu ahnen und den möglichkeiten entsprechende wirklichkeiten anzubieten.

alles easy? auch als der standort gefunden war, endeten die „das geht so sicher nicht‟-rufe keineswegs. aber es wurden sukzessiv weniger und sie wurden leiser. dass 60 von 100 solchen projekten scheitern, solche fakten erstaunen angesichts der begeisterung, die so ein neuanfang, ein entstehen von etwas noch nicht da gewesenem, bei vielen auslöst. sowohl die coworkerinnen der ersten stunde, als auch die langsam wachsende fangemeinde, alle verbreiteten einen wohltuenden optimismus. gut für die stadt. gut für die gemeinschaft.

es wird fast unwichtig, ob jemand wirklich bis ins letzte verstanden hat, was da läuft, aber geredet wird darüber. aus skeptischen statements werden nun immer öfter andächtige reden. „wir haben es uns immer schon gedacht.‟ plötzlich wollen viele dabei gewesen sein. schon damals, als alles erst nur eine verrückte idee gewesen war.

so ein standort für neues wird unweigerlich zur bühne. irgendwie sind alle immer „on stage‟ in diesem space und „backstage‟ ist fast nicht gegeben. denn selbst die rückzugsräume, die küche, das fensterlose „verhörzimmer‟ oder die zwischengänge, alles ist „part of the show‟.

(fortsetzung / der gesamte artikel ist im buch siehe unten nachzulesen)

https://vimeo.com/220631764

den gesamten artikel gibt es im buch

dowhatyoulove buch cover

„Do what you love“ – the coworking guide to the galaxy
von Romy Sigl und Romana Hasenöhrl
zu lesen.

Erhältlich auf http://www.COWORKINGSALZBURG.com
ISBN 978-3-200-05115-7