schluss mit der weiterbetätigung

dass es mit dem wahrheitsgehalt von öffentlichen statements nicht unbedingt weit her ist, sind wir vom unheiligen sebastian leidvoll gewohnt. so weit, so schlecht.

dass selbst hartgesottene journalist*innen kürzlich beim „salzburg summit“ der industriellenvereinigung samt edlem empfang sich in einer zeitreise vermuten mussten, weil dort praktische die gesamte türkise expolitik quietschvergnügt ins blitzlicht marschierte, war eine ernsthafte konkurrenz für jedes gruselkabinett oder geisterpraterfahrgeschäft.

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hat ilija trojanow von rolex diamanten gesprochen?

bei der vielbeachteten und mit grosser spannung erwarteten eröffnungsrede zu den salzburger festspielen hat ilija trojanow unter dem titel „der ton des krieges, die tonarten des friedens“ in vielen punkten klartext gesprochen.

in einem punkt liess er vermutlich bewusst die schlüsse seiner ausführungen den zuhörenden über. zuerst lobte er die festspiele für die unumgängliche auflösung des sponsorvertrages der festspiele mit solway:

Darf sich die Kunst von mafiös organisierten Konzernen oder von Firmen finanzieren lassen, die brutale Ausbeutung betreiben, von Mensch und Natur? Nein, wir müssen stets genau hinschauen, auch nach Guatemala, auf einen See, wo die Fische tot auf dem Wasser treiben. Weswegen es richtig und richtungsweisend war, dass die Festspiele in diesem Fall eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben haben, die zu einem Abbruch der Beziehungen zu Solway geführt hat.

im anschluss an dieses lob kommt dann eine persönliche schilderung:

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grüne schieben 13jährigen nochmals ab

es ist unerträglich, dem 13jährigen husein zuzusehen, wie er – zwar schwer belastet, aber derzeit der einzige gesunde in der familie – die abschiebung von salzburg nach aserbaidschan schildert.

„die haben uns wie tiere behandelt.“

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fünf fragen über mein entsetzen

„Virologen hätten am liebsten, dass jeder Salzburger und Oberösterreicher im Zimmer eingesperrt wird, weil die dann nix anstellen können, sie werden dann halt an Depression sterben oder verdursten.“ sagt LH haslauer heute in einer pressekonferenz.

ein landeshauptmann verhöhnt expert*innen, weil ihm die konsequenzen aus deren analysen nicht in den kram passen?

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kultur begreift die unaufhaltsamkeit von veränderung.

es ist tatsächlich nochmal ein quantensprung, das fertige buch haptisch wahrnehmen zu können: klar haben wir in der vorbereitung des projekts die texte bereits gelesen, und fanden sie damals schon horizonterweiternd. aber dennoch – nennt mich „alt“ – ist der text im blättern, im „begreifen“ nochmal etwas anderes. das ist mit der rein digitalen lektüre nicht zu vergleichen. ich kann euch jedenfalls diese tollen impulse in „don´t tell show“ nur empfehlen!

zitat aus dem geleitwort des vorstands der ARGEkultur in salzburg:

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die seltsame jubiläumsfeier „40 jahre ARGEkultur“

gestern, am 21.4.2021 fand die veranstaltung DON´T TELL ME – SHOW in der ARGEkultur statt. es war dies die jubiläumsveranstaltung „40 jahre ARGEkultur“. eine etwas ungewöhnliche situation, in der wir da gefeiert haben…

hier meine begrüssungsworte im namen des gesamten vorstands der ARGEkultur

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eine unbedachte KZ-aussage mit potential?

die rektorin des mozarteum salzburg, elisabeth gutjahr, berichtet in einem gespräch mit reinhard kriechbaum von drehpunktkultur.at über die lage der studierenden und lehrenden in zeiten von corona und einer neuerlichen schliessung des präsenzunterrichts nach diversen clustern im hause.

vielleicht wollte sie nur die kraft beschreiben, die schöpferischem tun und kreativen prozessen innewohnt. vielleicht hat sie sich tatsächlich nichts dabei gedacht, einen zumindest unglücklichen kontext herzustellen. möglich.

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