kindesabschiebung rechnet sich.

es war einmal eine kindeswohlkommission. feierlich erklärte diese mitte vergangenen jahres nach durchaus ausgiebigen analysen, dass es nach den grausam inszenierten abschiebungen von österreichischen kindern in das herkunftsland der eltern konsequenzen geben müsse.

nie mehr solle das kindeswohl ausser acht gelassen werden, stets solle verantwortlich abgewogen werden, ob denn tatsächlich eine abschiebung von kindern überhaupt angebracht sei.

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fünf fragen über mein entsetzen

„Virologen hätten am liebsten, dass jeder Salzburger und Oberösterreicher im Zimmer eingesperrt wird, weil die dann nix anstellen können, sie werden dann halt an Depression sterben oder verdursten.“ sagt LH haslauer heute in einer pressekonferenz.

ein landeshauptmann verhöhnt expert*innen, weil ihm die konsequenzen aus deren analysen nicht in den kram passen?

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kultur begreift die unaufhaltsamkeit von veränderung.

es ist tatsächlich nochmal ein quantensprung, das fertige buch haptisch wahrnehmen zu können: klar haben wir in der vorbereitung des projekts die texte bereits gelesen, und fanden sie damals schon horizonterweiternd. aber dennoch – nennt mich „alt“ – ist der text im blättern, im „begreifen“ nochmal etwas anderes. das ist mit der rein digitalen lektüre nicht zu vergleichen. ich kann euch jedenfalls diese tollen impulse in „don´t tell show“ nur empfehlen!

zitat aus dem geleitwort des vorstands der ARGEkultur in salzburg:

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das halbherzige gedenken an marko feingold

dass die präsidentin der israelitischen kultusgemeinde hanna feingold sich für ihren mann marko feingold eine strasse mit postadressen gewünscht hat, ist bekannt. dennoch hat die stadt salzburg das anders gesehen und den ehemaligen makartsteg in marko-feingold-steg umbenannt.

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13 chancen für politische aufrichtigkeit.

die aktuellen entwicklungen rund um einen von der stadt salzburg in auftrag gegebenen historiker*innen-bericht zu salzburger strassennamen sind ernüchternd. so wird trotz sehr deutlich erwiesener NS-verstrickung so mancher proponenten laut darüber nachgedacht, ob es nicht ausreichend sei, wenn der umstand der nationalsozialistischen umtriebe vielleicht doch nur verschämt in einer fussnote auf dem digitalen stadtplan der stadt oder mit einer eventuellen erläuterungstafel dokumentiert würde.

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die seltsame jubiläumsfeier „40 jahre ARGEkultur“

gestern, am 21.4.2021 fand die veranstaltung DON´T TELL ME – SHOW in der ARGEkultur statt. es war dies die jubiläumsveranstaltung „40 jahre ARGEkultur“. eine etwas ungewöhnliche situation, in der wir da gefeiert haben…

hier meine begrüssungsworte im namen des gesamten vorstands der ARGEkultur

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aus den augen aus dem sinn

ein jahr nach dem tod von marko m. feingold hatte es die stadt salzburg sehr eilig. zu heiss scheint die schon jahrzehnte währende diskussion um strassennamen zu sein. da sollen nazis und antisemiten weiter ihre strassen in der mozartstadt haben, aber der mit grosser strahlkraft aufgrund seines unglaublichen engagements wirkende marko feingold bekommt keine postadresse, sondern einen steg.

dass die witwe andere wünsche hatte und mit dieser lösung alles andere als zufrieden ist, das war den eiligen einfach egal. hauptsache, es ist vorbei. juden werden gerne auf plätze ohne postadresse verwiesen, mehr geht nicht. drüberfahren und durch.

die eile war ohne jegliche not die erfindung des bürgermeisters. süffisant kommentiert er dann sinngemäss, dass die witwe – im übrigen die präsidentin der israelitischen kultusgemeinde – schon noch irgendwann einsehen wird, dass das so passt, wie jetzt beschlossen. beschämend.

vielleicht finden sich noch andere, die feingold wirklich würdigen, mit nachhaltiger wirkung. salzburg kann das nicht. salzburg bleibt salzburg.

aus den augen aus dem sinn

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