bitte unterstützt unsere petition für eine öffentliche stefan zweig villa!

es war heinz schaden, bürgermeister der stadt salzburg a.d., der auf meinen blog offen und spontan reagierte. und ganz schnell war der entschluss da, etwas zu unternehmen. marianne schulze, vorsitzende im universitätsrat der universität salzburg und tomas friedmann, intendant des literaturhauses waren ebenso ganz schnell bereit, ihre überlegungen einzubringen. und heute ging die initiative zur rettung des stefan-zweig-hauses am salzburger kapuzinerberg online.

seht selbst und unterzeichnet die petition, schickt sie weiter und verbreitet sie einfach überall hin 😉

https://stefan-zweig-villa.at

zum nachlesen:

mein blog zum thema vor einer woche

die zweig-villa darf kein spekulationsobjekt werden

die nachricht, dass das „paschinger schlössl“ am salzburger kapuzinerberg wieder zum verkauf steht, sollte politik und gesellschaft aufrütteln. es geht dabei nicht um eine beliebige luxusimmobilie mit spektakulärer aussicht. es geht um einen ort von herausragender historischer, kultureller und erinnerungspolitischer bedeutung.

hier lebte und wirkte stefan zweig (1881–1942), einer der bedeutendsten schriftsteller des 20. jahrhunderts, überzeugter europäer, humanist und pazifist. nach dem ersten weltkrieg wurde zweig zu einem entschiedenen gegner von nationalismus und krieg.

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eine demokratie mit faschismus gibt es nicht

faschist:innen skandieren im eu-parlament.

der sozialdemokratische vorsitzende unternimmt nichts dagegen.

der skandalöse beschluss, den die faschist:innen feiern, war nur mit den stimmen der konservativen möglich.
oder besser: der ehemaligen konservativen.

denn wer mit faschist:innen mehrheiten bildet, zerstört die demokratie.

politiker:innen, die mit faschist:innen koalieren oder kooperieren, geben offen zu, dass ihnen selbst nichts besseres einfällt.

der faschistische angriff ist im eu-parlament angekommen.

die antwort muss eine antifaschistische sein.

unsere demokratie baut auf antifaschismus auf.
eine demokratie mit faschismus gibt es nicht.

1.000.000.000.000 verbrechen der schamlosigkeit?

seit dem börsengang von spacex vergangenen freitag ist es offiziell: elon musk ist der erste billionär der geschichte. sein vermögen wird auf rund 1.100 milliarden dollar geschätzt. ein historischer moment, jubeln die finanzmärkte. ein triumph von innovation, unternehmergeist und zukunftsvisionen.

doch vielleicht erzählt dieser moment eine ganz andere geschichte.

vielleicht markiert der erste billionär nicht den höhepunkt menschlichen fortschritts, sondern den offenbarungseid einer welt, die ihre prioritäten verloren hat.

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die rote linie: wer demokratie abschaffen will, darf auf keine bühne.

es gibt eine gefährliche illusion im liberalen milieu: die vorstellung, man müsse nur lange genug mit antidemokrat:innen diskutieren, sie mit den besseren argumenten konfrontieren und in einer offenen debatte „entlarven“, dann werde ihre intellektuelle leere sichtbar. diese hoffnung ist nicht nur naiv. sie verkennt das wesen autoritärer ideologien.

hans rauscher hat mit seiner fussnote zur peter-thiel-debatte bei den wiener festwochen recht:

„Wer glaubt, wie offenbar Festwochen-Intendant Milo Rau, man könne solche protofaschistischen „Denker“ in demokratischer Diskussion „entlarven“, ist naiv.“ (DER STANDARD, 1.6.2026)

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das sofa könnte bald brennen. und wir mit ihm.

heute jährt sich die befreiung des kz mauthausen im jahr 1945. ein ort, an dem die zivilisation nicht einfach scheiterte, sondern bewusst außer kraft gesetzt wurde. mauthausen ist kein fernes symbol – es ist die radikale konsequenz einer entwicklung, die lange zuvor begann: in gedanken, in worten, in der schleichenden entwertung des anderen.

gerade deshalb ist erinnerung kein blick zurück, sondern eine prüfung unserer gegenwart. denn die bedingungen, unter denen intoleranz wächst, sind keine relikte der geschichte. sie entstehen dort, wo komplexität zur zumutung wird und einfache antworten verführerisch erscheinen. wo politische sprache nicht mehr verbindet, sondern trennt. wo das „wir“ enger wird – und das „die anderen“ zur projektionsfläche.

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gedenken ist das fundament der demokratie

der 9. november ist kein tag wie jeder andere. es ist der tag, an dem synagogen brannten, jüdische geschäfte geplündert, menschen verfolgt, gedemütigt und ermordet wurden – der beginn der systematischen vernichtung jüdischen lebens in europa. dort und da tauchen in diesen tagen stimmen auf, die in erschreckender weise, dieses gedenken kritisieren oder negativ framen wollen. wer heute an diesem tag relativiert, ablenkt oder gar hass streut, tritt nicht nur die opfer mit füßen, sondern auch die grundlagen unserer demokratie.

das gedenken an die opfer der shoah ist unverrückbar. und zugleich gilt: auch die furchtbaren geschehnisse des 7. oktober 2023 – der terroristische angriff auf israel, das gezielte töten und entführen unschuldiger – sind aufs schärfste zu verurteilen. nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt solchen terror.

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