faschist:innen skandieren im eu-parlament.
der sozialdemokratische vorsitzende unternimmt nichts dagegen.
der skandalöse beschluss, den die faschist:innen feiern, war nur mit den stimmen der konservativen möglich.
oder besser: der ehemaligen konservativen.
denn wer mit faschist:innen mehrheiten bildet, zerstört die demokratie.
politiker:innen, die mit faschist:innen koalieren oder kooperieren, geben offen zu, dass ihnen selbst nichts besseres einfällt.
der faschistische angriff ist im eu-parlament angekommen.
die antwort muss eine antifaschistische sein.
unsere demokratie baut auf antifaschismus auf.
eine demokratie mit faschismus gibt es nicht.
Schlagwort: demokratie
die rote linie: wer demokratie abschaffen will, darf auf keine bühne.
es gibt eine gefährliche illusion im liberalen milieu: die vorstellung, man müsse nur lange genug mit antidemokrat:innen diskutieren, sie mit den besseren argumenten konfrontieren und in einer offenen debatte „entlarven“, dann werde ihre intellektuelle leere sichtbar. diese hoffnung ist nicht nur naiv. sie verkennt das wesen autoritärer ideologien.
hans rauscher hat mit seiner fussnote zur peter-thiel-debatte bei den wiener festwochen recht:
„Wer glaubt, wie offenbar Festwochen-Intendant Milo Rau, man könne solche protofaschistischen „Denker“ in demokratischer Diskussion „entlarven“, ist naiv.“ (DER STANDARD, 1.6.2026)
Weiterlesen „die rote linie: wer demokratie abschaffen will, darf auf keine bühne.“das sofa könnte bald brennen. und wir mit ihm.
heute jährt sich die befreiung des kz mauthausen im jahr 1945. ein ort, an dem die zivilisation nicht einfach scheiterte, sondern bewusst außer kraft gesetzt wurde. mauthausen ist kein fernes symbol – es ist die radikale konsequenz einer entwicklung, die lange zuvor begann: in gedanken, in worten, in der schleichenden entwertung des anderen.
gerade deshalb ist erinnerung kein blick zurück, sondern eine prüfung unserer gegenwart. denn die bedingungen, unter denen intoleranz wächst, sind keine relikte der geschichte. sie entstehen dort, wo komplexität zur zumutung wird und einfache antworten verführerisch erscheinen. wo politische sprache nicht mehr verbindet, sondern trennt. wo das „wir“ enger wird – und das „die anderen“ zur projektionsfläche.
Weiterlesen „das sofa könnte bald brennen. und wir mit ihm.“gedenken ist das fundament der demokratie
der 9. november ist kein tag wie jeder andere. es ist der tag, an dem synagogen brannten, jüdische geschäfte geplündert, menschen verfolgt, gedemütigt und ermordet wurden – der beginn der systematischen vernichtung jüdischen lebens in europa. dort und da tauchen in diesen tagen stimmen auf, die in erschreckender weise, dieses gedenken kritisieren oder negativ framen wollen. wer heute an diesem tag relativiert, ablenkt oder gar hass streut, tritt nicht nur die opfer mit füßen, sondern auch die grundlagen unserer demokratie.
das gedenken an die opfer der shoah ist unverrückbar. und zugleich gilt: auch die furchtbaren geschehnisse des 7. oktober 2023 – der terroristische angriff auf israel, das gezielte töten und entführen unschuldiger – sind aufs schärfste zu verurteilen. nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt solchen terror.
Weiterlesen „gedenken ist das fundament der demokratie“unsere großeltern haben noch die demokratie erlebt.
statement beim 20 jahre hausgeburtstag der ARGEkultur
ARGEkultur 20 jahre neues haus
liebe gäste,
liebe freund:innen der argekultur,
liebes team!
20 jahre hausgeburtstag – das ist ein guter grund zu feiern!
20 jahre, in denen hier unzählige menschen mit leidenschaft, mut und kreativität gearbeitet haben und die ARGEkultur zu dem gestaltet haben, was sie heute darstellt. ihnen allen gebührt heute unser erster dank. dabei sollte uns bewusst sein, dass nicht alle, die zum funktionieren des hauses beitragen auch für alle sichtbar sind.
volle solidarität mit dunja hayali! lasst uns lauter sein als die hasser:innen!
es reicht. es reicht mit den drohungen, den mordfantasien, den orchestrierten hasskampagnen gegen journalist:innen, die nichts anderes tun, als ihren job – nämlich die realität abzubilden, einzuordnen und kritisch zu kommentieren. der fall dunja hayali ist nicht nur ein angriff auf eine einzelne frau, sondern ein angriff auf die pressefreiheit, auf unsere demokratie und auf jede:n, der oder die sich öffentlich äußert.
die taz berichtet, wie alles begann:
„wo soll das alles hinführen? im land der meinungsfreiheit, den usa, scheint es immer weniger möglich zu sein, andere meinungen auszuhalten oder dagegenzuhalten, ohne dass es eskaliert“, mit diesen worten hatte die journalistin und nachrichtenmoderatorin dunja hayali das zdf heute journal am vergangenen donnerstag eröffnet. (taz)
Weiterlesen „volle solidarität mit dunja hayali! lasst uns lauter sein als die hasser:innen!“österreich braucht dringend eine:n innenminister:in
es ist ja nicht so, dass die qualifikation oder dessen gegenteil des aktuellen amtsinhabers nicht hinlänglich bekannt wäre. schon von anfang an war die referenz als betreiber eines wohl zumindest dem austrofaschismus nicht besonders kritisch entgegenstehenden dollfuß-museums für viele alles andere als eine empfehlung für das amt.
in wellen war gerhard karner mal mehr und dann wieder mal weniger im zentrum der aufmerksamkeit. und es entsteht der eindruck, dass innerhalb der ÖVP sich verschiedene flügel um die oberhand bekämpfen.
da sind die sebastian-verehrer:innen, die nicht nur bei schinkenfleckerl und gin tonic immer noch krampfhaft versuchen, die rechtsextremen rechts zu überholen. das hat zwar eher ins verderben geführt, aber wenn der unheilige zurückkäme, dann würde vielleicht die balkan-route nochmals „geschlossen“, aber dafür die „es war nicht alles schlecht bei dollfuß“-route als neue zukunftsperspektive geöffnet.
Weiterlesen „österreich braucht dringend eine:n innenminister:in“