die rote linie: wer demokratie abschaffen will, darf auf keine bühne.

es gibt eine gefährliche illusion im liberalen milieu: die vorstellung, man müsse nur lange genug mit antidemokrat:innen diskutieren, sie mit den besseren argumenten konfrontieren und in einer offenen debatte „entlarven“, dann werde ihre intellektuelle leere sichtbar. diese hoffnung ist nicht nur naiv. sie verkennt das wesen autoritärer ideologien.

hans rauscher hat mit seiner fussnote zur peter-thiel-debatte bei den wiener festwochen recht:

„Wer glaubt, wie offenbar Festwochen-Intendant Milo Rau, man könne solche protofaschistischen „Denker“ in demokratischer Diskussion „entlarven“, ist naiv.“ (DER STANDARD, 1.6.2026)

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schluss mit der weiterbetätigung

dass es mit dem wahrheitsgehalt von öffentlichen statements nicht unbedingt weit her ist, sind wir vom unheiligen sebastian leidvoll gewohnt. so weit, so schlecht.

dass selbst hartgesottene journalist*innen kürzlich beim „salzburg summit“ der industriellenvereinigung samt edlem empfang sich in einer zeitreise vermuten mussten, weil dort praktische die gesamte türkise expolitik quietschvergnügt ins blitzlicht marschierte, war eine ernsthafte konkurrenz für jedes gruselkabinett oder geisterpraterfahrgeschäft.

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