ziemlich heftig: die verdienste eines glühenden antisemiten

eine in diesen tagen erschienene salzburger stadtteilzeitung eines privaten vereines bringt in der rubrik „geschichte“ das portrait eines namensgebers für eine strasse in diesem stadtteil.

die „dr.-sylvester-straße“ in salzburg gneis ist nach einem strammen burschenschafter und abgeordneten in reichsrat und nationalrat, dr. julius sylvester benannt. ohne mit dem blättchen zu zucken beschreibt „E.B.“ (name wohl nur der redaktion des blättchens bekannt) die besonderen stärken des mannes:

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haslauer und salzburg ag: „anders als versprochen“

die salzburger armutskonferenz macht auf den skandal aufmerksam, dass trotz laut energieagentur in den letzten monaten meist sinkender grosshandelspreise die salzburg ag die erhöhung mit „hohen preisen auf den grosshandelsmärkten“ begründet. dabei handelt es sich nicht um eine prozentuale steigerung, sondern sage und schreibe um eine verdoppelung!

Immer mehr Menschen spüren die Auswirkungen der Inflation und Teuerungen, Lebensmittel-, Wohn- und Energiepreise steigen. Selbst wenn man mehr Arbeiten ginge, zeigt ein Blick auf die Lohnentwicklungen der letzten Jahrzehnte: die Löhne sind nicht ansatzweise in derselben Höhe gestiegen wie die Lebenserhaltungskosten. Das Leben wird immer teurer und für viele reicht ihr Einkommen nicht mehr zum Auskommen. „In einer solchen Situation die Gaspreise derart anzuheben ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Katharina Obenholzner von der Salzburger Armutskonferenz.“

in der aussendung der armutskonferenz heisst es weiter:

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der heiland und seine hawara

nein es geht weder um jesus noch um wolfgang teuschls übersetzung des markusevangeliums ins wienerische in den 70er jahren. es geht um den unheiligen heiland, der offenbar für manche seine wunderkraft noch nicht verloren hat.

wer kann sich noch ein den glibberschleim erinnern, der irgendwann einmal der letzte schrei für spielende kinder war? faszinierend diese türkise pampe, die im laufe der zeit immer unansehnlicher wurde, je länger sie zwischen unzähligen händen und allen möglichen und unmöglichen oberflächen hin und her wanderte. besonders attraktiv war dieser schleim dann, wenn glänzende minikonfetti den gatsch aufpimpten.

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wieviele verlassen die felsenreitschule beim auftritt haslauers?

der aufruf von cornelius obonya anläßlich der bildung einer schwarz-blau-koalition im land salzburg, bei beginn von haslauers eröffnungsrede die felsenreitschule zu verlassen, hat vor einigen wochen markus hinterhäuser aus der reserve gelockt. in einem beeindruckend gekränkten wording reagiert er auf den ehemaligen „jedermann“ obonya. dessen aufruf sei für ihn, so hinterhäuser in einem gespräch mit stephan hipold im juni, „von einer bemerkenswerten gedanklichen schlichtheit“ und ordnet proteste gegen die fpö als „abrufbaren, (…) ziemlich abgenutzten aktionismus“ ein und spricht von „ewig gleichen empörungsritualen“ und „pawlowschen reflexen“.

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widerstand 2.0 verbreitet positive stimmung

es ist kein schöner anlass. den anstand des chefs der unanständigen koalition zu grabe tragen zu müssen, ist wahrlich kein erhebender moment. im gegenteil. an der trauerfeier öffentlich teilnehmen können besonders jene nicht, die wohl die heftigsten folgen einer rechtsradikal beeinflussten regierung zu erwarten haben.

ja, es stimmt, dass manche einfach zu bequem oder zu wurschtig sind, um an einer solchen demo teilzunehmen, viele aber haben tatsächlich vor den folgen angst, wenn nun die rechten an den machthebeln des landes drehen dürfen, zugelassen von einem (längst vom anstand verlassenen?) landeshauptmann.

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die sieben tode des anstands

noch bevor das letzte team haslauer angelobt wird
ist schon siebenmal der anstand gestorben

der anstand musste sterben gehen
damit frauen kinder austragen, ob sie wollen oder nicht
wodurch die selbstbestimmung den frauen genommen wird

der anstand musste sterben gehen
damit frauen zuhause bleiben und kinder hüten
wodurch gleichstellung verwehrt wird

der anstand musste sterben gehen
damit segregation an schulen weiter kinder sortiert
wodurch inklusion weiter behindert wird

der anstand musste sterben gehen
damit sozialleistungen an deutsche sprachkenntnisse gebunden werden
wodurch erstsprachen einfach entwertet werden

der anstand musste sterben gehen
damit wohnungen rassistisch vergeben werden
wodurch menschen, die unsere gesellschaft mittragen, zu entrechteten werden

der anstand musste sterben gehen
damit gegen menschen hetzende nun für deren integration zuständig sind
wodurch der blanke zynismus zur höhnischen landespolitischen linie wird

der anstand musste sterben gehen
damit rechtsextremismus mitregieren kann
wodurch die erfahrungen der letzten 100 jahre negiert werden

der anstand geht nun täglich aufs neue sterben
es werden viele mehr werden
die sieben tode des anstands

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foto: archiv der salzburger festspiele foto ellinger 1920 jedermann CC BY 3.0

pps.

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