danke für nichts! im gegenteil.

es müssen wohl bewusstseinsdämpfende substanzen im spiel sein, wenn nun manche artikel-schreibende, interview-gebende und social-media-postende im zusammenhang mit dem unheiligen sich in diversen lobhudeleien oder begabungsbewunderung ergehen.

nicht wirklich nachvollziehbarer sind jene, die nun durchblicken lassen wollen, dass sie es natürlich niemals geahnt hatten, was da vor sich geht, dass es schon überraschend sei, was da durch ermittlungen der WKSTA ruchbar wurde.

und auch nicht akzeptabel: die ewige gebetsmühle von der „unschuldsvermutung“, die jegliche politische und moralische verantwortung leugnet, frei mach dem motto: „alles ist erlaubt, solange nicht mehr als ein jahr gefängnisstrafe droht.“

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weihnachten ganz finster.

die defektorientierte wahrnehmung von mitmenschen ist in der weihnachtszeit besonders beliebt. “licht ins dunkel” feiert sich – neben ähnlichen trittbrettaktionen – wieder einmal selbst, da soll freude aufkommen, wenn die spender_innen sich wohlfühleinheiten erkaufen. toll, wieviel licht wir wieder ins dunkel gebracht haben.

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„flood the zone with shit“ in perfektion.

aus „kann ich ein bundesland aufhetzen?“ wurde nun offensichtlich „wir müssen das land gegeneinander aufhetzen“. warum wohl?

die angeblich so freiwillige auslieferung des unheiligen an die justiz ist ohne grössere aufmerksamkeit über die bühne gegangen, zu dringend waren die themen, wie eine verschleppte pandemie nun nach den untätigkeiten und blockierereien der türkisen notgebremst werden soll.

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tötet das system kurz?

politisch interessierte, beobachter*innen und sogar parteifreund*innen greifen sich auf den kopf, sind bestürzt, verstehen die welt nicht mehr und kippen oft in blankes entsetzen: das was haslauer, stelzer, platter, schallenberg und co. an inadäquatem verhalten an den tag legen, ist rational nicht mehr erklärbar.

selbst wohlwollende kenner*innen können es sich nicht erklären, wie weit von vernunft oder gar intelligenz das verhalten entfernt ist: als ginge es um nichts anderes, als ausgerechnet jene massnahme, die nun für viele expert*innen unausweichlich bleibt, auf teufel komm raus zu verhindern.

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schallenbergs schwarze oder türkise pädagogik

welch menschenbild muss einem zugrundeliegen, wenn er von „zügel straffer ziehen“ spricht, während es um menschen, die in unserem land leben, geht? wie kann einer glauben, es würde motivieren, wenn mit „ungemütlichen“ feiertagen gedroht wird?

es ist zum fremdschämen, wie der platzhalterkanzler dem von politischen gegner*innen oft eingebrachten vorurteil, er wäre ein abgehobener und präpotenter adeliger, punktgenau entspricht. es hätte fast belustigende spannung, irgendwo zwischen nestroy und graf bobby, ginge es nicht um – im wahrsten sinne – todernstes: um den umgang der regierung mit der pandemie.

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fünf fragen über mein entsetzen

„Virologen hätten am liebsten, dass jeder Salzburger und Oberösterreicher im Zimmer eingesperrt wird, weil die dann nix anstellen können, sie werden dann halt an Depression sterben oder verdursten.“ sagt LH haslauer heute in einer pressekonferenz.

ein landeshauptmann verhöhnt expert*innen, weil ihm die konsequenzen aus deren analysen nicht in den kram passen?

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kultur begreift die unaufhaltsamkeit von veränderung.

es ist tatsächlich nochmal ein quantensprung, das fertige buch haptisch wahrnehmen zu können: klar haben wir in der vorbereitung des projekts die texte bereits gelesen, und fanden sie damals schon horizonterweiternd. aber dennoch – nennt mich „alt“ – ist der text im blättern, im „begreifen“ nochmal etwas anderes. das ist mit der rein digitalen lektüre nicht zu vergleichen. ich kann euch jedenfalls diese tollen impulse in „don´t tell show“ nur empfehlen!

zitat aus dem geleitwort des vorstands der ARGEkultur in salzburg:

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