in preuningen regieren die verbote.

eins

der verbotemeister und seine stellvertreterin haben ein problem: da wird doch tatsächlich natur als naherholungsraum genutzt, kinder und jugendliche vergnügen sich ohne steuerpflicht einfach so mitten in der itzlinger au. jo deafens denn des?

da werden zuerst alte fotos gesucht, schliesslich soll „alles so wie früher“ sein, bis dann noch vor ende der recherchen ein sachverständiger ganz im verbotemeisterlichen sinne zum schluss kommt:

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aus nationalfeiertag wird tag der ewigen unschuld

liebe politschi…, nein. liebe österreicher und österreicher, liebe innen!

enge freunde meiner partei – ich kenne sie seit den gebetsstunden im parlament – waren es, die vor nicht allzu langer zeit das gelöbnis einer jungen frau zur ewigen jungfräulichkeit in beeindruckender weise in szene gesetzt haben.

seit damals ist in mir der entschluss gereift, mich von diesem besonderen moment der klarheit inspirieren zu lassen. und deshalb, meine damen und herren, möchte ich mit aller deutlichkeit und wenn es notwendig ist, auch mit aller härte sagen, es gibt momente im politischen leben, wo selbst eine ewige jungfrau nicht weiter weiss.

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persönliche erklärung

ich bewerbe mich morgen als chefchirurg an einer österreichischen klinik. ich habe zwar romanistik studiert und nicht medizin, ich habe das studium abgeschlossen, aber keinen doktor. das mache ich aber mit meiner haltung wett: bei mir steht immer der mensch im vordergrund und nicht die kalten laborwerte oder eine medizinische diagnose.

mir geht es um den menschen an sich, um das, was ihn krank macht und noch viel mehr, was ihn gesund werden lässt. chirurgische eingriffe können erlernt werden, gerade in zeiten, wo ohnehin schon immer öfter roboter die eigentliche operation erledigen.

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die lähmung der vernunft ist tödlich.

ist es schockstarre? ist es angst? ist es naivität?

angesichts der vorkommnisse in unserem land in den letzten wochen, monaten und jahren müsste ein lauter aufschrei, ein eindeutiges und unmissverständliches zusammenrücken tatsächlicher (!!!) demokrat*innen ein für alle mal klarstellen, dass grundrechte, menschenrechte und das gefüge eines offenen und humanen landes nicht verhandelbar sind.

nichts dergleichen passiert. im gegenteil: entnervt ziehen sich viele jener, die für ehrlichen diskurs und kreative bewältigung ernster probleme (wie wenn wir keine hätten!) eigentlich offen wären, aus social media, öffentlichen diskussionen und politischen debatten zurück, denn der rechte mob ist „überall“ und wird lästig, wird übergriffig und bekämpft gezielt eine offene gesellschaft.

worauf soll noch gewartet werden?
was muss noch passieren?

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gedenken für lisa maria kellermayr in salzburg

heute haben sich um 19 uhr viele menschen auf dem kajetanerplatz versammelt, um dr.in lisa maria kellermayr zu gedenken und das, was geschehen ist zu bedenken. auf initiative von hadwig soyoye-rothschädl wurden viele wesentlichen aspekte beleuchtet.

mein redebeitrag zu diesem würdigen gedenken hier:

liebe lisa maria kellermayr!

die pandemie hat uns viele statistiken gebracht
statistiken mit positiv getesteten
statistiken mit akut erkrankten
statistiken mit hospitalisierten
statistiken mit intensivmedizinisch betreuten
statistiken mit toten

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schluss mit der weiterbetätigung

dass es mit dem wahrheitsgehalt von öffentlichen statements nicht unbedingt weit her ist, sind wir vom unheiligen sebastian leidvoll gewohnt. so weit, so schlecht.

dass selbst hartgesottene journalist*innen kürzlich beim „salzburg summit“ der industriellenvereinigung samt edlem empfang sich in einer zeitreise vermuten mussten, weil dort praktische die gesamte türkise expolitik quietschvergnügt ins blitzlicht marschierte, war eine ernsthafte konkurrenz für jedes gruselkabinett oder geisterpraterfahrgeschäft.

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ein soli-tweet rettet kein leben

ich bin traurig, ich bin entsetzt, ich bin berührt, ich bin wütend. vielen war sie bekannt, viele dachten, mit ihr in kontakt zu sein. auch ich war entsetzt, was rechte hetze und frauenfeindlicher hass in verbindung mit kommunikation der schwurbelgewalt anrichtet.

dass österreichische geheimdienste wochenlang nichts finden konnten und dann eine hackerin binnen kürzester zeit wichtige spuren im netz indentifizieren kann, war skandalös. die frage, auf welcher seite welche behörden oder zumindest bestimmte akteur*innen stehen, hallte durch das netz.

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