dringender hilferuf: wer kann joel morgen nach wien bringen?

foto privat

es ist wieder einmal absurd. joel ist in bedrängnis. hier das schreiben von ursula omoregie:

Kein Happy End für Joel !

Wieder ist Joel in einer schwierigen Situation !
Er hat eine Odyssee hinter sich zweimal Schubhaft in Thalheim dann in Traiskirchen wegen Asyl Antrag in Traiskirchen. Von dort wurde er in ein Heim der European Homecare, Betreuungsstelle Nord, Neuaigen 24 in Bad Kreuzen gebracht !
Dort ist er derzeit auch und muss morgen 4. Mai nach Wien zur Fremdenpolizei! Er will dieser Ladung nachkommen aber es fehlt ihm das Fahrgeld! Zunächst wurde ihm gesagt, dass er am Donnerstag erfahren wird, wie er nach Wien kommt! Er hat es auch erfahren, er bekommt vom Heimleiter European Homecare kein Geld um eine Fahrkarte nach Wien zu kaufen und es wird ihn auch niemand nach Wien fahren!
Nun ist es abends und Joel sitzt in Bad Kreuzen im Heim und weiß nicht wie er der Ladung nachkommen soll ! Was aber wahrscheinlich ist, kommt er morgen nicht zur vorgegeben Zeit zur Fremden Polizei wird er möglicherweise wieder in Schubhaft kommen! Warum? Weil er der Ladung nicht nachgekommen ist, ist es dass was man bezweckt ? Üblicherweise wird das Fahrgeld von den Flüchtlingsbetreuenden Institutionen vorgestreckt!
Joel sagt, er würde zu Fuss nach Wien gehen wenn er könnte ! Das zeigt, wie verzweifelt er ist, aber sein rechtes Bein ist geschwollen! Er ist am 19.Jänner 2011 aus dem Fenster gesprungen, als er von der Polizei geweckt wurde und in Schubhaft kommen sollte ! Er hatte sich beide Beine gebrochen, diese wurden operiert und eingegipst, ebenso zog er sich eine Rippenverletzung zu und trug wochenlang ein Gipskorsett! Es war sein zweiter Sprung, der erste war in Kärnten, als das Asylheim brannte in dem er einquartiert war!
Bitte! Mein Appell an Menschen, die Joel´s Situation verstehen:
Wer kann Joel morgen früh helfen nach Wien zu kommen!

wer helfen kann oder will, meldet sich am besten bei ursula:

Verein Schmetterling
Ursula Dumnoi (Omoregie)
Obfrau

Tel: 0699 1 070 1340 | 01/924 25 60
E-Mail: ursula.omoregie@chello.at

leserInnen meines blogs kennen joel bereits aus diesem bericht

update 4.5. – 11:30

inzwischen gibt es neuigkeiten: ursula omoregie hat organisiert, dass joel beim termin heute entschuldigt ist, mit dem hinweis, dass er keine fahrkahrte für die anreise bekommen hat. und joel wartet ab, was ihm gesagt wird. sobald er einen neuen termin hat, werden alle versuchen, die reise zu ermöglichen. viele verstehen es ganz und gar nicht, warum „european homecare“ joel so hängen lässt.

joel wurde schon oft sehr übel mitgespielt. es scheint besonderes interesse zu geben, ihn „weg“ haben zu wollen. umso wichtiger ist es, dass wir ihn nicht aus den augen lassen und weiter für sein bleiben kämpfen. in diesem sinne dank an ursula und ihre unterstützerInnen im verein schmetterling.

update 4.5. – 15:30

cornelia grünwald aus salzburg hat auf facebook ihre bereitschaft erklärt, die kosten für ein ticket für joel – denn er wird sicher neuerlich vorgeladen werden – zu übernehmen. und sie schlägt vor, dass sich andere ihrer idee anschliessen, denn „ich vermute, das ist nicht das letzte mal. vielleicht kann man überhaupt eine art fonds errichten, der in solchen situationen einspringt. an hand dessen könnte man auch gut erheben, wie oft solche dinge passieren.“
danke cornelia, danke an alle, die sich ihr anschliessen wollen!

und hier das konto:
Verein der Schmetterling
Konto Nummer 287 1660 3000
BLZ 20111 Erste Österreichische

eine schande, dass european homecare menschen so im regen stehen lässt!

radikal bleiben

verdienstzeichen des landes salzburg (collage bernhard jenny)

offener brief an landeshauptfrau gabi burgstaller
stellungnahme zu meiner für heute vorgesehenen auszeichnung
mit dem verdienstzeichens des landes salzburg.

keine abschiebung ist gut.
keine abschiebung wird menschen gerecht.
keine abschiebung löst probleme der menschheit.

abschiebung ist immer zwang.
abschiebung ist immer unglück.
abschiebung ist immer unmenschlich.

es gibt keine bessere abschiebung.
es gibt keine schonende abschiebung.
es gibt keine familienfreundliche abschiebung.

abschiebung heisst menschen aus unserer nähe zu verjagen.
abschiebung heisst menschen einen platz in der ferne zuweisen.
abschiebung heisst menschen tödlichen bedrohungen auszusetzen.

wir müssen bewusstsein entwickeln.
für die zusammenhänge, die wir zu verantworten haben,
für die ursachen, die menschen bei uns zuflucht suchen lassen,
für die folgen, die die mechanismen unseres wirtschafts- und herrschaftssystems weltweit haben.

heute leichter und schneller noch als früher können wir erfahren, dass unsere welt ein grosses zusammenhängendes ganzes ist. jeder krieg dieser welt geht uns an, jeder konflikt dieser welt hat mit den weltumspannenden strömen von macht, kapital, reichtum und gier einerseits und ohnmacht, hunger, armut und existenzieller not andererseits zu tun.

nationale grenzen werden immer unbedeutender. die hart verteidigten grenzen sind die zwischen oben und unten, zwischen arm und reich, zwischen drinnen und draussen. während spekulationsunsummen, schwarz-, blut-, drogen- und prostitutionsgelder weltweite reisefreiheit haben und immer und überall willkommen sind, sind die opfer, die unterdrückten menschen unerwünscht. die festung europa ist nicht ein zusammenschluss nationaler staaten, sondern ein teil jener wehranlagen, die sicherstellen sollen, dass das elend draussen bleibt und die masslosigkeit drinnen weiter in ruhe gelebt werden kann. die leichen jener, die es auf dem verzweiflungsweg zu uns nicht geschafft haben, verwandeln unsere meere zu grausamen burggräben der wohlstandsgesellschaft. jeder einzelne mensch, der es bis auf unsere strassen geschafft hat, könnte uns von seinen toten weggefährtInnen erzählen. wenn wir hinhören würden.

abschiebung ist mitwirkung am tödlichen system des unrechts.
dieses system hat niemand gewählt, kann niemand zur rechenschaft ziehen und ist daher illegal.

wir mussten in den letzten monaten erleben, wie eine funktionierende familie mit vielen kindern systematisch und zynisch zerstört wurde. nun sind die kinder ohne vater, frau und kinder psychisch und materiell ruiniert und auf sozialhilfe angewiesen. der vater hat nicht nur von einem tag zum anderen seine jahrelang verlässlich geleistete arbeit verloren, sondern ist nun zum spiessrutenlauf in seiner heimat gezwungen, wo er seines lebens nicht sicher sein kann. sein schicksal und das der österreichischen frau und der kinder war den behörden egal. zufällig ist ein rechtsextremer, schon mal in der öffentlichkeit kräftig zuschlagender naziverherrlicher für die politische beurteilung des falles zuständig. es ist ganz nach seinem menschenverachtenden geschmack ausgegangen.

weil der vater eine vorstrafe vor vielen jahren hatte, wurde er – obwohl längst abgesessen und verjährt – auch von anderen politisch verantwortlichen lieber nicht unterstützt und so zum zweiten mal durch unterlassene hilfeleistung bestraft. was würden denn dann manche zeitungen schreiben!

ist menschenrecht also etwas, das nur dann gilt, wenn du unbescholten bist?
nicht für alle, sondern für jene, die wir uns als geeignet aussuchen?

diese geschichte ist nur ein beispiel für die extremlage unserer gesellschaft. solange wir abschiebung als mittel zur durchsetzung unseres bürgerlichen reichtums einsetzen, solange wir mit jeder abschiebung das perverse bedürfnis von rassistInnen und xenophoben befriedigen, obwohl sie dann doch wieder die wiederbetätigung wählen, solange wir menschen die erniedrigung, die todesgefahr und das leid durch abschiebung zumuten, kann ich keine ehrung annehmen.

ich darf um verständnis darum bitten, dass ein verdienstzeichen für meine bescheidene arbeit mit menschen, die ich nicht mehr flüchtlinge, sondern willkommene nenne, für mich nicht annehmbar ist.

eine offizielle ehrung würde jenen besonders gut tun, die trotz der zynischen jahrelangen hinhaltetaktik eines asylverfahrens bei uns ausharren und sich im irgendwie und irgendwo durchschlagen, zwischen den mauern des arbeitsverbots, der ausländerfeindlichkeit und der kriminalisierung. diesen menschen wäre allerdings nicht mit einem abzeichen, einem band, einer anstecknadel gedient, die offizielle ehrung die diese menschen brauchen, ist die anerkennung ihres lebens und ihres rechts zu bleiben. wie reich könnte unser weltbild, unser leben werden, wenn wir menschen und kulturen als geschenk betrachten und nicht als aussortierware, die entsorgt gehört. so fände unsere gesellschaft zu ihrer eigenen zukunftsfähigen kultur.

dennoch werde ich heute abend bei der veranstaltung dabei sein und freue mich, wenn menschen, die sich in der betreuung der schubhäftlinge engagieren, dafür geehrt werden.

ich betreue keine menschen in schubhaft, sondern willkommene im niemandsland.
unsere familie versucht im rahmen der möglichkeiten mit menschen zu sprechen, wenn sie rat brauchen, ihnen essen zu geben, wenn sie hunger haben, geld zu geben, weil sie keines verdienen dürfen und die ständige angst zu teilen, denn sie ist immer da: die angst vor der abschiebung.

ich möchte, dass diese arbeit überflüssig wird.
ich möchte das ende jeglicher abschiebung.
denn kein mensch ist illegal.
das klingt für manche – besonders für politisch verantwortliche – radikal.
ich möchte radikal bleiben.

dummer bub.

foto: hekris - creative commons CC BY-NC-SA 2.0

in der nachbarschaft gibt es (wie natürlich auch bei uns) auch dumme buben. sebastian und michael sind solche. anstelle irgendetwas sinnvolles anzustellen (oder von mir aus auch was schelmenhaft spitzbübisches) ziehen sie es vor, mit ihren seifenkisten immer im kreis zu fahren. sie dürfen dann besonders viele dosen kraftsaft oder sonstige gesöffe trinken und bekommen auch viel taschengeld.

peinlich nur, wenn die buben in einem anderen innenhof ihre runden drehen, weil ihnen dort noch mehr taschengeld versprochen wurde, und wie das bei dummen buben halt so ist, verstinken sie nicht nur mit ihren heulenden rasenmähermotoren den ganzen hof, sondern bringen viele nicht viel intelligentere kinder mit sich, die nichts besseres zu tun haben, als den dummen buben beim rundendrehen zuzuschauen.

schlimm nur, dass im innenhof wütende kinder zu hören waren, die ganz und gar nicht damit einverstanden waren, was sich da in diesem innenhof ereignen sollte. schliesslich war sogar eine leiche auf einem hausdach gefunden worden, von einem, der versucht hatte, gegen die mächtigen in diesem block zu protestieren. dort gibt es einen dieser blockchefs, die sich auch noch könig rufen lassen. und keiner der gegner des blockchefs durfte zum seifenrennen in den innenhof.

der kleine sebastian wollte von dem allen nichts wissen, es ärgerte ihn, dass es kinder gab, die sich gegen das seifenkistenrennen zur ehre des blockchefs auflehnten. oder die auf das unmögliche leben in diesen blocks hier aufmerksam machen wollten. michael hat sich auch schon irgendwie so geäussert, dass ihn das alles nicht interessieren, jetzt sprach auch noch der kleine sebastian. „was wirklich zählt, sind jetzt die reifentemperaturen und autos“, meinte er und drehte seine runden.

erfolgreich. er darf wieder ein paar dosen mehr trinken.
dummer bub.

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http://orf.at/stories/2116636/2116635/

foto: hekris – creative commons CC BY-NC-SA 2.0

alltag. abscheulich.

es soll alltag werden. wir sollen uns daran gewöhnen. es soll normal sein, dass menschen verschwinden. die richtigen. die falschen. je nachdem wie das gesehen wird. uche hat 8 jahre hier gelebt und unmittelbar nach der erfolgreichen deutschprüfung wird er mitgenommen. weg. einfach nur weg. aus den augen aus dem sinn.

und dann auch noch jeff. er musste sich in der nussdorferstrasse aufhalten und wurde am mittwoch um 5 uhr früh in schubhaft genommen. weg. einfach nur weg. aus den augen aus dem sinn.

es soll alltag werden. wir sollen uns daran gewöhnen. es soll normal sein, dass menschen verschwinden. die richtigen. die falschen. nussdorferstrasse wird für viele die letzte adresse in österreich sein.

es soll stylisch werden. abschiebung mit „neuem wording“. ein gerade in bau befindliches schubhaftzentrum in vordernberg sieht 200 plätze vor. da wird erahnbar, was unsere behörden vorhaben. aber es kann auch schöngeredet werden. die architekten meinen:

„Das ist ein sehr komplexes Projekt, aber wir werden es so angehen, wie jedes andere auch“, sagen die drei. „Letztendlich geht es darum, Räume zu schaffen, in denen sich Menschen entfalten können.“

uche und jeff sind verbracht worden. gestern mit dem flugzeug. deportiert. es soll alltag werden. wir sollen uns daran gewöhnen. es soll normal sein, dass menschen verschwinden. die richtigen. die falschen.

deportation darf nicht alltag werden.

vincent picture
übrigens zum bild: manche erinnern sich vielleicht noch an vincent, der als ein “sans papiers” im mai 2010 abgeschoben wurde. so sieht die welt aus, in die er zwangsweise verbracht wurde. das ist vincent heute in seinem überlebenskampf.

hier der erste artikel zu uche (17.4.2012)

nichts ist selbstverständlich.

holocaust corsi michele (creative commons CC BY-NC-ND 2.0)

ich bekenne naiv gewesen zu sein. in meinen jungen jahren dachte ich ernsthaft, dass das schreckliche, das unvorstellbare, das „gerade eben“ vor meiner zeit passiert war, uns dauerhaft verpflichtet. ein „nie wieder“ schien mir selbstverständlich. ja, da und dort waren ein paar „ewiggestrige“ über, aber die mehrheit, die ganz grosse, die – so dachte ich – hat verstanden, was das erbe der überlebenden und nachfolgenden generationen ist.

und ich dachte, dass die erklärung der menschenrechte so etwas wie der verbindliche standard einer verantwortlichen welt wäre. wir engagierten uns in amnesty gruppen um den fernen diktatoren mal so richtig per brief unsere meinung zu sagen, sie von ihrem wahnsinn abzuhalten. und ich dachte, dass in unseren gesellschaften ein weg in eine bessere gesellschaft beinahe zwingend logisch vorgezeichnet ist.

ja ich war naiv. sehr naiv. und ich bin vermutlich nicht der einzige. wenn wir heute die augen öffnen, was da und dort aufbricht, wer da und dort tabus als solche nicht mehr akzeptiert und welche aussagen manche unverhüllt treffen, dann muss uns so ein gedenktag anlass sein, alle naivität abzulegen.

vieles war nie wirklich weg, so manche haltungen wurden nur nicht laut gesagt und heute tauchen sie als brandaktuelle politpositionen wieder auf. unsere gesellschaft ist eben nicht auf einem gesicherten weg, sondern wieder in gefahr. mit krise, ausländerhass, rassismus und gegenseitiges ausspielen der schwachen und armen erleben wir ein spannungsfeld, das selbst das „nie wieder“ nicht mehr als selbstverständlich erkennen lässt.

wenn gedenken sinn haben soll, muss schluss mit jeder naivität sein.

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foto: corsi michele creative commons CC BY-NC-ND 2.0
flickr.com/photos/34560988@N08/

abschiebewahn geht weiter

soeben erreicht mich eine nachricht von ursula omoregie, einer engagierten bleiberechtsaktivistin: für einen menschen aus nigeria, der seit 2004 in österreich lebt, soll es nun ganz schnell gehen: uche hat am dienstag noch sein zeugnis für den bestandenen deutschkurs bei der wiener magistratsabteilung 35 abgegeben. es fehlt jetzt nur noch die endgültige entscheidung über seinen asylantrag. aber manche wollen diese nicht abwarten!

uche wurde am nachmittag in schubhaft genommen und es wurde ihm mitgeteilt, dass er am donnerstag nach nigeria abgeschoben wird.

es ist also alles umsonst. uche lernte die deutsche sprache, machte auch den führerschein, hat probeweise bei einem mechaniker gearbeitet, der ihn sofort einstellen will, sobald er seinen legalen aufenthaltstitel erhalten sollte.

auch privat lebt er in einer aufrechten beziehung und hat einen grossen freundeskreis! – ich höre schon die berechtigten einwände: es sollte eigentlich egal sein, ob jemand freundInnen hat oder nicht, jedeR hat ein bleiberecht, kein mensch soll abgeschoben werden.

aber wenn jemand von einer sekunde zur anderen aus seinem gewohnten und geordnetem leben gerissen wird, dann wird der wahnsinn noch sichtbarer!

uche hat alles getan, was von ihm verlangt wurde und wird auch weiterhin alles tun, weil er hier sein zweites zuhause gefunden hat.

aber täterInnen an schreibtischen und in behörden wollen das leben nicht akzeptieren.
sie wollen es zerstören!

übrigens zum bild: manche erinnern sich vielleicht noch an vincent, der als ein „sans papiers“ im mai 2010 abgeschoben wurde. so sieht die welt aus, in die er zwangsweise verbracht wurde. das ist vincent heute in seinem überlebenskampf.

je härter umso geiler

foto original: mario spann, überarbeitet bernhard jenny - creative commons

es gibt solche täter. die finden brutalität geil. die scheint es erst richtig zu erregen, wenn der widerstand gross ist. je mehr tränen, je mehr leid, umso steifer, umso spritziger. und schwach muss das opfer sein. winseln. flehen. ohnmächtig um sich schlagen, aber die fesseln halten die gedemütigten fest. wenn sich die opfer in verzweiflung verletzen, dann spritzt sogar blut. ach wie geil. tränenfeucht und blutverschmiert, so wollen diese täter ihre opfer.

aber es gibt noch was geileres. nichts kann die täter so geil machen: kinderaugen. rehleinaugen. oder noch schüchterner. schwache augen, die vielleicht schon krieg gesehen haben oder ihn bald sehen werden. oder die noch gar nicht wissen, wie wirkliche armut aussieht. das sind die geilsten momente für die täter, wenn sie ihre macht ausleben können, über diese kleinen seelen. und wenn sie diesen kindern zeigen können, dass sie alles mit ihnen tun können, mit ihnen, ihrer mutter, ihrem vater.

ganze familien ausreissen und zerreissen.
das ist geil.

gesetz?
ja, das ist so umzusetzen.
das will das gesetz so.
das ist ja das geile.

abschiebung ist echt geil.

hintergrund: http://kaernten.orf.at/tv/stories/2528985/

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foto: mario spann (creative commons flickr http://www.flickr.com/photos/sen_meister/)
bearbeitet von bernhard jenny (creative commons CC BY-SA 2.0)