glauben wir (schon wieder) an ein jenseits?

foto bernhard jenny

die korruption der gesamten regierung ist bewiesen, das ist aber noch lange kein grund zurückzutreten. einer der krisendiktatoren besucht ein unterjochtes land, deshalb ist demonstrieren verboten. das volk hat nichts zu sagen. und dass militärs längst mit jenem spionagesystem arbeiten, welches die kanzlerin nicht gekannt haben will, regt auch niemanden mehr auf. wir gewöhnen uns an die unredlichkeit. an die schlechtigkeit des systems. weil wir uns kein anderes vorstellen können. weil wir planlos sind. weil der kapitale liberalismus das hirn geschrumpft hat.

spanien. deutschland. griechenland.
beispielhafte schauplätze der alternativlosigkeit.

gibt es ein leben nach dem turbokapitalismus?
kommt es von selbst?
oder muss irgendwer was tun?
sind wir sediert?
oder
glauben wir (schon wieder) an ein jenseits?

muss europa bulgarien werden?

best practice? ein ministerpräsident tritt zurück. mit dem satz „es ist das volk, das uns an die macht brachte, und wir geben sie ihm heute zurück.“ menschen waren in bulgarien auf die strasse gegangen, weil sie sich nicht wegsparen lassen wollen. und die proteste waren erfolgreich. geht doch.

die armut in europa wächst. in vielen ländern haben menschen von heute auf morgen ihre jobs verloren, junge menschen bekommen nach ihrer ausbildung oder nach ihrem studium erst gar keinen arbeitsplatz, menschen werden aus ihren häusern delogiert und vertrieben, schulden werden dennoch nicht erlassen, menschen bringen sich aus verzweiflung um.

demonstration gegen die kürzungen im bildungswesen sevilla foto: bernhard jenny

auch griechenland, spanien, portugal, italien, rumänien sind schauplätze zahlreicher proteste. das system der ausbeutung der kleinen bleibt dennoch vorerst stabil. selbst wenn zb ein spanischer ministerpräsident rajoy im korruptionssumpf bis zur unterlippe versinkt, er kann sich immer noch auf die legitimation durch die letzten wahlen berufen und mit einer absoluten mehrheit im parlament alles abwürgen, was nach aufklärung riecht. ein sturz der regierung würde auch nur ratlosigkeit auslösen, denn für eine echte umkehr scheint keine partei zu stehen.

was nun in bulgarien scheinbar gelungen ist, wird allerdings nur dann zu einem wirklichen erfolg führen, wenn systemalternativen angedacht werden. was nützt es schon, mal die eine oder die andere parteifarbe an die macht zu wählen, wenn sich das system selbst nicht ändert.

die politik der unzähligen milliarden für einen „rettungsschirm“, der die banken rettet, aber die menschen in die armut treibt, verbunden mit dem spardiktat der grossinquisitorInnen merkel und schäuble ruiniert nicht nur die wirtschaft in zahlreichen ländern, sondern wirft europa in ein neues mittelalter.

alternativlos ist zwar das unwort des jahrzehnts, es bringt aber leider nur zu genau die situation in europa auf den punkt. wir sind alternativlos. wir haben keine vision von einem anderen, gerechteren, sozialeren europa. wir wählen bloss immer wieder die eine oder andere oberflächenfarbe für das eine einzige system, das wir längst in unseren köpfen alternativlos abgespeichert haben.

ein regierungswechsel ist nicht die lösung. ist zu wenig. frankreich hat das in beeindruckender form bewiesen. gegen die erdrückende umarmung einer angela ist eben noch kein kraut gewachsen. selbst das scheinbare aufbegehren eines britischen ministerpräsidenten ist letztlich nur ein wahltaktisches manöver. aber immer innerhalb des alternativlosen sumpfes.

das vertreiben von regierungen hat sinn, wenn eine echte alternative angestrebt werden kann. bloss um nur die tarnfarben des alternativlosen systems auszutauschen, dazu brauchen wir keine pseudorevolutionen.

europa könnte als grosser, faszinierender, alle bereichender und offener kulturraum verstanden werden, der in der lage ist, allen menschen ein leben in frieden und sozialer sicherheit zu ermöglichen. europa könnte vielfalt leben und alle am gestaltungsprozess einer modernen gesellschaft partizpieren lassen.

wie eng muss es noch werden, damit wir das alternativlose system über bord werden um endlich zu gestalten? wie lange noch wollen wir den rechten kleingeistern in die hände arbeiten, in dem wir die vision durch die alternativlosigkeit verraten lassen? wie schlimm muss die lage werden, damit wir europa neu denken?

muss europa bulgarien werden?

europa führt (nicht ganz) neue grenzen ein

bidl: PacoPan flickr creative commons http://www.flickr.com/photos/pacopan/8025195608/sizes/k/in/photostream/

über die zahlreichen demonstrationen in portugal, madrid und athen wird auffällig verhalten berichtet. kaum mehr als ein paar zeilen, wenn überhaupt. dabei zeigt die härte der repression bei diesen kundgebungen, dass manche schon die nerven verlieren. wenn polizeihorden – wie zb. kürzlich in madrid – quer durch die stadt jagen und demonstrantInnen mit brachialgewalt angreifen, die nichts anderes tun, als ihren unmut lautstark kundzutun, dann wird schnell sichtbar, wo in europa die neuen grenzen errichtet werden.

nationalstaatliche grenzen wurden ja – zumindest für das kapital – in der eu erfolgreich überwunden und für die meisten menschen auch relativ freizügig. die neuen grenzen in europa trennen die draufzahlenden von den exekutierern der macht. trennen die da unten von jenen, die im sinne der wenigen profitierer aus der fakekrise die grösste umverteilung von der allgemeinheit nach oben in die taschen ganz weniger politisch, juridisch und exekutiv mittragen und verteidigen.

die nationalgrenzen sind offen und oft optisch kaum mehr sichtbar, die grenzen zwischen unten und oben sind im alltag auch selten sichtbar. denn das nicht mehr angeschaffte medikament, die nicht mehr genehmigte studie, die abgebrochene karriere, die schlechte pflege oder der nicht mehr stattfindende unterricht wird nicht gleich sichtbar. eher schon die arbeitslosen, die sich im öffentlichen raum bewegen, weil sie mehr zeit haben, als die anderen.

aber die gitterbollwerke und die dazugehörenden gewaltbereiten robocop-horden, die menschen durch die strassen jagen, machen die grenze schlagartig sichtbar. die profiteure bleiben in ihrer anonymität verborgen, die verliererInnen aber, die werden bedroht, perlustriert, überwacht und geprügelt.

repression ist die neue grenzkontrolle europas.

bild: PacoPan flickr creative commons

die restrevolution

lindos, rhodos, griechenland (foto: bernhard jenny)

ein bescheidener kurzurlaub in einem land, das manche zynisch auf „ramschniveau“ abstufen. griechenland. rhodos. und wem sind wir begegnet? fast ausschliesslich menschen, die uns immer wieder eines sagen wollen: „wir sind nicht nur die krise.“

wenn wir dann im gespräch uns einig sind, dass niemand der sogenannten „kleinen leute“ das verursacht hat, wofür sie jetzt alle bezahlen sollen, dann wird die offenheit und ehrliche gastfreundschaft zum grossen genuss.

„sagen sie das bitte auch in deutschland und österreich,“ hat mich einer gebeten, als ich ihm sagte, dass ich tief beeindruckt von der freundschaftlichen atmosphäre und den zahlreichen gesprächen bin. oder: „wir sind keine verbrecher, wir haben das geld nicht gestohlen, das angeblich weg ist.“

die bevölkerung eines ganzen landes (und einiger anderer länder) wird von den propagandisten der krise in geiselhaft genommen. abgewertet, erniedrigt und als betrügerInnen, falschspielerInnen, steuerhinterzieherInnen und wirtschaftskriminelle gebrandmarkt. das verletzt sehr viele, so manche sind ganz tief getroffen. das macht dann die depression der krise umso schwieriger.

und immer wieder wird klar:

es muss schnell eine lösung her. aber die darf nicht bewirken, dass die ursachen der krise nicht mehr hinterleuchtet werden, dass die wahren kriminellen nicht mehr gefasst werden.

es muss schnell eine lösung her. aber das ist weder der ESF noch sonst ein enteignungs- und knebelvertrag mit ewigkeitsklausel.

es muss schnell eine lösung her. diese müsste aber ein absolutes, ein wirkliches umdenken bedeuten.

nur wenn wir unser desaster zu einem wirtschaftssystem neu ordnen, in dem menschen mehr zählen als geld, in dem leben mehr wert bedeutet als zertifikate, in dem kein spekulationsangriff auf die soziale gemeinschaft mehr zugelassen wird, dann wären wir auf dem weg zu einer lösung.

kolimbia, rhodos, griechenland (foto: bernhard jenny)

was uns derzeit merkel und co als lösung verklickern wollen, ist eben genau nicht die lösung. selbst die angeblichen alternativen formen eines hollande sind nur varianten des ewigen fortschreibens der fehler.

keine spekulationsblasen dürfen bildung, sicherheit, gesundheit oder grundeinkommen zerstören. kein papier – weder geldscheine, schuldscheine, anleihen, fonds oder derivate – darf mehr wert sein, als das leben der menschen.

bescheidenes ergebnis unseres kurzurlaubes:
eine echte umkehr muss her.
eine revolution muss her.

realistisch gesehen:
der alltag wird uns bald wieder haben.
urlaub ist immer etwas realitätsfern.
aber es wäre zumindest einen versuch wert, einen kleinen rest hinüberzuretten.
revolutionsmässig.

frühmorgendliche entgleisung

screenshot mediathek ard bernhard jenny

der ard-korrespondent peter dalheimer hat im gespräch mit anna planken im morgenmagazin vom mittwoch folgenden kommentar über griechenlands aktuelle situation abgegeben:

„ich glaube, wenn bundeskanzlerin merkel – gestatten sie mir diesen flapsigen ausspruch – ich glaube, wenn bundeskanzlerin merkel heute giechenland zum siebzehnten bundesland der bundesrepublik deutschland erklären würde, die mehrheit der griechen würde hurra schreien.“

geht’s noch? 1941 bis 1945 sollte das ein für alle mal letzte mal gewesen sein, dass deutschland griechenland besetzt. mit solchen bildern die verzweiflung der griechischen bevölkerung zu illustrieren ist mehr als nur daneben.

wie sehr die politische moral unter dem verbrechen, welches manche immer noch verharmlosend krise nennen und dem anmassenden gerede der merkozys und deren nachläuferInnen leidet, wird hier erkennbar. die präpotenz derer, die meinen immer alles richtig zu machen und fleissig zu sein, gegenüber jenen, die chaotisch, dumm und faul seien, wird immer grösser. das sind sehr gefährliche gräben, die hier mit breiter baggerschaufel ausgehoben werden!

deutsche (und alle anderen) machtphantasien sollten auch zu früher morgenstund gezügelt werden.

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http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8706274

wer sind die täter?*

andreas sator hat in seinem blog zuwi.at auf meinen artikel „europa: der putsch ist perfekt“ (der hier in diesem blog und auf nonapartofthegame.eu veröffentlicht wurde) kritisch geantwortet. mit diesem meinem artikel versuche ich eine antwort:

2007 Fitch Halloween Murder Mystery Poster - Bryan Loar (Creative commons flickr)

schön wäre es, wenn die krise(n) um euro, irland, portugal, spanien, griechenland und jetzt italien einfach nur die folge von „tiefbürokratischer“ und „unproduktiver“ geschehen in den jeweiligen ländern wäre. das sehe ich aber nicht so. „die haben sich den käse selbst eingebrockt“ stimmt eben nicht ganz. oder ganz und gar nicht. allein schon in das nationale denken, also das (heraus)trennen einzelner staaten aus dem, was da angeblich geschieht, entspricht nicht der realität. der euroraum ist mit sicherheit als eine einheit zu sehen, die manche nur nicht wahr haben wollen. die welt der spekulation und des alltäglichen wirtschaftsverbrechens ist international und macht weder vor staatsgrenzen noch hoheitsgebieten, weder vor justiz noch moral halt.

mag sein, dass der ton meines artikels auf dich „anfeindend“ und „auffallend aggresiv“ gewirkt hat. meine emotion trifft natürlich nicht nur auf die ratingagenturen zu. diese sind aber teil eines abgekarteten spieles. spekulanten und zocker können ihr spiel wirklich nur mit gezinkten karten spielen. anders würden sie es nicht spielen. denn dieses risiko würde wirklich niemand eingehen.

ich habe zwar nicht volkswirtschaft studiert, aber oft genug gesehen, dass die offiziellen regeln unserer gesellschaften nur spielregeln für die naive masse, die normalverbraucherInnen – oder wie immer wir sie nennen mögen – gelten.

in wirklichkeit geht es dort, wo gross posaunt wird, dass es sicher niemals um parteipolitik geht, oft genau um das. dort wo behauptet wird, dass es um das wohl aller ginge, geht es häufig nur um eigennutz weniger macher. dort wo behauptet wird, dass insidergeschäfte verboten wären, leben ganze bürotürme davon, sich die insiderinformationen so rasch wie möglich zu beschaffen, um genau solche insidergeschäfte zu tätigen. dort wo neutralität und unparteilichkeit behauptet wird, ist oft schon von vornherein klar, wie der hase läuft. und so weiter und so fort. dort wo kein einfluass der wirtschaft behauptet wird, werden gesetze verkauft, dort wo urteile wahrheit finden sollen, werden diese von solchen beeinflusst, die niemals vor den vorhang treten.

unabhängig davon, ob morgen der euro raufschnellt, in den keller fällt oder ob die börsen soundsoviel theoretisches vermögen verbrennen. wir können sicher sein, dass diejenigen, die in mir die von dir erkannte emotion, ja die wut und empörung wecken, das heute schon wissen und entsprechend vorgesorgt haben.

ich weiss konkret von menschen, die unglaublich, also in einem für uns kaum vorstellbaren ausmass reich geworden sind, eben weil es ganzen bevölkerungsschichten von heute auf morgen sehr schlecht ging, denn die wirtschaft in ihren ländern war einfach zusammengekracht. die menschen, die unglaublich reich geworden sind, konnten wegen ihres informationsvorsprunges (weil selbst auch mitverursacher des crashs) entsprechend handeln.

die „messenger“, die boten, die ratingagenturen sind also mit sicherheit nicht naive teams, die nur unbedarft die dinge „wie sie sind“ beobachten, sondern diese ratingagenturen wissen viel, viel mehr und früher, als sie öffentlich bekannt geben.

jene, die beinhart gegen staaten spekulieren und unglaubliche gewinne mit diesen spekulationen einfahren, brauchen kollaborateure, die einerseits wirklich genau analysieren, wo der schwachpunkt in den systemen liegt und dann zum richtigen zeitpunkt in der öffentlichkeit mittels bewertungen stimmungen auslösen, die die börsen und banken wie ferngesteuert handeln lässt. dieser „richtige zeitpunkt“ ist dann, wenn sich die „richtigen“ in entsprechende positionen und ihre optionen und gegenoptionen, leerverkäufe und fonds in die richtige stellung gebracht haben.

dass sich diese menschen masslos bereichern, würde mich nicht so aufregen. was mich aufregt, ist das, was gegen staaten und deren haushalte zu spekulieren in wirklichkeit bedeutet: zusammenbruch der lebensnotwendigen infrastruktur für alle. (bis auf die wenigen, die es sich eben richten können)

weniger bildung, weniger universität, weniger schule, weniger krankenhaus, weniger pflege, weniger mobile hilfsdienste, weniger lebensplanung, weniger aussichten, weniger sicherheit.

wenn dann menschen protestieren und laut werden, wird ihnen gesagt, dass eben „nicht genug für alle“ da wäre.

heisst: wenige „schreibtischtäter“ schaufeln unmengen geldes aus dem gesellschaftlichen kreislauf heraus und in den eigenen privaten hinein. das ist gier auf kosten anderer, sehr vieler anderer.

und das empört mich sehr.

den menschen zu erzählen, dass die misere hausgemacht, selbst eingebrockt sei oder nun halt mal weniger da sei, so dass es nicht für alle reicht, bedeutet den menschen sand in die augen zu streuen.

und das empört mich nicht weniger.

wir müssen den menschen erklären, wo ihre chancen, ihr soziale sicherheit und ihre versorgung hinverschwunden sind.

sie haben sich nicht einfach in luft aufgelöst, sie wurden gestohlen.

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* hier würde die genderform für mich nicht passen

europa: der putsch ist perfekt

foto: mykl roventine (creative commons flickr)

in diesen tagen wird unverblümt gesprochen. ohne umschweife. ohne tarnung. die putschisten haben keine geheimpläne, keine aufmarschszenarien. standard & poors regiert. ganz ohne probleme. was sollen sich die europäischen politikerInnen noch lange überlegen, wie sie griechenland, den euro oder die wirtschaft retten? nicht dass ich allen, die an diesen machenschaften beteiligt sind, nur positive absichten unterstellen wollte! aber zumindest einigen traue ich einen (vielleicht ohnehin schon naiven) gestaltungswillen zu. offen drohen die ratingagenten mit negativer bewertung der geplanten vorgangsweisen und schon hüpfen die börsenkurse nach unten und oben, links und rechts. bravo. da steigen wieder die richtigen mit profit aus, während die staatlichen kassen immer leerer werden.

wer so offen handelt, weiss, dass keine gefahr mehr droht. wer will den machenschaften dieser wirtschaftsverbrecher schon einhalt gebieten? und wie? ein kluges netzwerk von direkten nutzniessern und indirekten mitnaschern, also persönlich sich bereichernde und deren banken, hat sich längst für die gedeihliche zusammenarbeit mit den blutsaugern entschieden.

eigentlich ist das alles nicht neu. neu ist die unverfrorenheit und die direktheit. vielleicht hätte die serviceagentur für die grössten spekulanten dieser welt noch vor wenigen monaten oder jahren dezenter und weniger öffentlich agiert, eher back stage als on stage. jetzt aber tickert die ansage, was zu geschehen hat und was nicht, über die newsmeldungen. was monsanto auf dem gebiet der nahrung anstrebt, dürfte standard & poors auf monetärer ebene bereits gelungen sein.

alljene politikerInnen, die sich gegen diese art des putsches nicht postwendend wehren und laut aufschreien, sind kollaborateure der putschisten. (ja – wiedereinmal lasse ich bewusst die genderform weg). was diese schreibtischtäter so anscheinend harmlos betreiben, ist in wirklichkeit ein verbrechen an menschen, die etwas von unseren gesellschaften brauchen. da geht es nicht nur um die ganz armen, die schwer kranken, die dringend hilfebedürftigen, es geht auch um uns alle, die wir unseren alltag in einer infrastruktur, von energie anhängig und arbeitend verbringen.

früher waren es “insidergeschäfte”, die – mancherorts verboten – die eigentlichen gewinnbringer waren. heute sind es die offenen machtübernahmen, mit denen schamlos und brutal ins gesicht der menschen gefahren wird. die politikerInnen werden blamiert, die bevölkerung definitiv entmachtet und bestohlen. da wird es bald egal sein, wen wir wählen.

demokratie? game over.

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dieser beitrag ist am 4.7.2011 auf nonapartofthegame.eu
erschienen und ist auch unter folgender adresse erreichbar:
http://nonapartofthegame.eu/?p=2992