glauben wir (schon wieder) an ein jenseits?

foto bernhard jenny

die korruption der gesamten regierung ist bewiesen, das ist aber noch lange kein grund zurückzutreten. einer der krisendiktatoren besucht ein unterjochtes land, deshalb ist demonstrieren verboten. das volk hat nichts zu sagen. und dass militärs längst mit jenem spionagesystem arbeiten, welches die kanzlerin nicht gekannt haben will, regt auch niemanden mehr auf. wir gewöhnen uns an die unredlichkeit. an die schlechtigkeit des systems. weil wir uns kein anderes vorstellen können. weil wir planlos sind. weil der kapitale liberalismus das hirn geschrumpft hat.

spanien. deutschland. griechenland.
beispielhafte schauplätze der alternativlosigkeit.

gibt es ein leben nach dem turbokapitalismus?
kommt es von selbst?
oder muss irgendwer was tun?
sind wir sediert?
oder
glauben wir (schon wieder) an ein jenseits?

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

Ein Kommentar

  1. Wir täten gut daran, an ein Jenseits zu glauben, ganz ohne Kirche jedweglicher Art, in dem scheinbar ganz unbekannte menschliche Qualitäten wie Verantwortung, Empathie, Psychische Kraft, Anteilnahme, Hilfe, Dialog, Konzentration etc. als substantiellen Werte des Zusammenlebens erkannt und gepflegt werden. Dieses Jenseits ist aber nicht transzendent, sondern die Menschen, indem sie die Qualitäten des Zusammenlebens herüberbringen in den täglichen Umgang. In kleineren Lebensgruppen kann man das dann wohl noch miteinander verhandeln, in großen wohl nicht. Daher ist die Lebensform bedeutend. Es muss verhandelbar bleiben, sozusagen Aug in Aug. Es muss vor allem in die Erziehung hinein. Die bisherige Erziehung zeichnet sich kaum dadurch aus, dass sie diese menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten pflegt und fördert, ja überhaupt auf sie aufmerksam macht, sie übt und als wesentliche Lebensgrundlage betrachtet. Das Prinzip der Delegation über Parteien, Parlamente und Verwaltungen ist ausgespielt. Es ist zum Sumpf der Verantwortungsschieberei geworden. Dass Menschen Fehler haben, ist bekannt, dass diese gut auszunutzen sind, ebenso. Das wird nicht besser mit mehr Geld oder mehr Kontrolle. Es wird nur besser mit direkter Kontrollen und direkter persönlicher Verantwortung vor anderen. Die Organisation in Hierarchien, von einem Steuerbürgertum ausgehend, versagt zwangsläufig in globalen Handlungsketten. Von der Kommune zum Land, vom Land zum Bund, vom Bund zu Europa – spätestens da merkt fast jeder den wenig effizienten Wasserkopf – gut bezahlt obendrein. Heute müssen sich Bürger gegen den Übergriff massiver wirtschaftlicher Einzelinteressen vermittels dieser Organisationen und Hierarchien wehren, statt von diesen geschützt zu werden. Es braucht neue Organisation von Verantwortungen, ein Ende des Spezialistentums und einer Delegation von Handlungskompetenz im Politischen an dieses und im Übergang drastische Maßnahmen um noch mehr Übergriffe zu stoppen. Es braucht daher andere Lebensformen, um zu verantwortlichen Entscheidungen zu kommen. Es braucht mehr Jenseits und weniger Diesseits sogenannter Sachzwänge und Notwendigkeiten.

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