nichts ist selbstverständlich.

holocaust corsi michele (creative commons CC BY-NC-ND 2.0)

ich bekenne naiv gewesen zu sein. in meinen jungen jahren dachte ich ernsthaft, dass das schreckliche, das unvorstellbare, das „gerade eben“ vor meiner zeit passiert war, uns dauerhaft verpflichtet. ein „nie wieder“ schien mir selbstverständlich. ja, da und dort waren ein paar „ewiggestrige“ über, aber die mehrheit, die ganz grosse, die – so dachte ich – hat verstanden, was das erbe der überlebenden und nachfolgenden generationen ist.

und ich dachte, dass die erklärung der menschenrechte so etwas wie der verbindliche standard einer verantwortlichen welt wäre. wir engagierten uns in amnesty gruppen um den fernen diktatoren mal so richtig per brief unsere meinung zu sagen, sie von ihrem wahnsinn abzuhalten. und ich dachte, dass in unseren gesellschaften ein weg in eine bessere gesellschaft beinahe zwingend logisch vorgezeichnet ist.

ja ich war naiv. sehr naiv. und ich bin vermutlich nicht der einzige. wenn wir heute die augen öffnen, was da und dort aufbricht, wer da und dort tabus als solche nicht mehr akzeptiert und welche aussagen manche unverhüllt treffen, dann muss uns so ein gedenktag anlass sein, alle naivität abzulegen.

vieles war nie wirklich weg, so manche haltungen wurden nur nicht laut gesagt und heute tauchen sie als brandaktuelle politpositionen wieder auf. unsere gesellschaft ist eben nicht auf einem gesicherten weg, sondern wieder in gefahr. mit krise, ausländerhass, rassismus und gegenseitiges ausspielen der schwachen und armen erleben wir ein spannungsfeld, das selbst das „nie wieder“ nicht mehr als selbstverständlich erkennen lässt.

wenn gedenken sinn haben soll, muss schluss mit jeder naivität sein.

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foto: corsi michele creative commons CC BY-NC-ND 2.0
flickr.com/photos/34560988@N08/

abschiebewahn geht weiter

soeben erreicht mich eine nachricht von ursula omoregie, einer engagierten bleiberechtsaktivistin: für einen menschen aus nigeria, der seit 2004 in österreich lebt, soll es nun ganz schnell gehen: uche hat am dienstag noch sein zeugnis für den bestandenen deutschkurs bei der wiener magistratsabteilung 35 abgegeben. es fehlt jetzt nur noch die endgültige entscheidung über seinen asylantrag. aber manche wollen diese nicht abwarten!

uche wurde am nachmittag in schubhaft genommen und es wurde ihm mitgeteilt, dass er am donnerstag nach nigeria abgeschoben wird.

es ist also alles umsonst. uche lernte die deutsche sprache, machte auch den führerschein, hat probeweise bei einem mechaniker gearbeitet, der ihn sofort einstellen will, sobald er seinen legalen aufenthaltstitel erhalten sollte.

auch privat lebt er in einer aufrechten beziehung und hat einen grossen freundeskreis! – ich höre schon die berechtigten einwände: es sollte eigentlich egal sein, ob jemand freundInnen hat oder nicht, jedeR hat ein bleiberecht, kein mensch soll abgeschoben werden.

aber wenn jemand von einer sekunde zur anderen aus seinem gewohnten und geordnetem leben gerissen wird, dann wird der wahnsinn noch sichtbarer!

uche hat alles getan, was von ihm verlangt wurde und wird auch weiterhin alles tun, weil er hier sein zweites zuhause gefunden hat.

aber täterInnen an schreibtischen und in behörden wollen das leben nicht akzeptieren.
sie wollen es zerstören!

übrigens zum bild: manche erinnern sich vielleicht noch an vincent, der als ein „sans papiers“ im mai 2010 abgeschoben wurde. so sieht die welt aus, in die er zwangsweise verbracht wurde. das ist vincent heute in seinem überlebenskampf.

je härter umso geiler

foto original: mario spann, überarbeitet bernhard jenny - creative commons

es gibt solche täter. die finden brutalität geil. die scheint es erst richtig zu erregen, wenn der widerstand gross ist. je mehr tränen, je mehr leid, umso steifer, umso spritziger. und schwach muss das opfer sein. winseln. flehen. ohnmächtig um sich schlagen, aber die fesseln halten die gedemütigten fest. wenn sich die opfer in verzweiflung verletzen, dann spritzt sogar blut. ach wie geil. tränenfeucht und blutverschmiert, so wollen diese täter ihre opfer.

aber es gibt noch was geileres. nichts kann die täter so geil machen: kinderaugen. rehleinaugen. oder noch schüchterner. schwache augen, die vielleicht schon krieg gesehen haben oder ihn bald sehen werden. oder die noch gar nicht wissen, wie wirkliche armut aussieht. das sind die geilsten momente für die täter, wenn sie ihre macht ausleben können, über diese kleinen seelen. und wenn sie diesen kindern zeigen können, dass sie alles mit ihnen tun können, mit ihnen, ihrer mutter, ihrem vater.

ganze familien ausreissen und zerreissen.
das ist geil.

gesetz?
ja, das ist so umzusetzen.
das will das gesetz so.
das ist ja das geile.

abschiebung ist echt geil.

hintergrund: http://kaernten.orf.at/tv/stories/2528985/

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foto: mario spann (creative commons flickr http://www.flickr.com/photos/sen_meister/)
bearbeitet von bernhard jenny (creative commons CC BY-SA 2.0)

günter grass zeigt wie es nicht geht

Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann. (creative commons flickr)

die wogen gehen hoch. günter grass hat ein gedicht geschrieben. selten sind so schnell brandreden und nicht weniger brennende statements zu hören und nachzulesen. von „man müsste ihn auch noch für den friedensnobelpreis vorschlagen“ einerseits bis zur quasi sichtbaren „ss-uniform“ samt einreiseverbot israels andererseits – die extreme könnten weiter auseinander nicht liegen.

viele fragen haben mich seit der lektüre jenes gedichtes „was gesagt werden muss“ beschäftigt. etwa die, ob jede zeile, wenn sie eben ein literaturnobelpreisträger schreibt, per se dann auch schon ein gedicht ist. oder die andere, ob es legitim ist, an jemandes „vermächtnis“ gleich anstoss zu nehmen, ist es doch „mit letzter tinte“ geschrieben.

und es war und ist angenehm, dass fast stündlich neue reaktionen zu finden sind. eine angeregte, hitzige, engagierte, beherzte diskussion unter menschen aus verschiedensten lagern lässt zumindest darüber aufatmen, dass es im deutschen sprachraum auch noch politische auseinandersetzungen geben kann, die sich nicht auf „angela sagt, joachim meint auch“ reduzieren lassen.

ich war irritiert. zunächst versuchte ich den text nicht einfach nur einmal zu lesen, sondern ihm die, der literarischen gattung zugesprochene dichte abzuringen: im wieder und überprüfenden lesen, aufnehmen, innerlich antworten und fragen, um dann diese antworten und fragen wieder dem text entgegenzuspülen.

inzwischen ist meine irritation einem klaren bild gewichen:

schriftstellerInnen darf zugemutet werden, dass sie aus ihrer beruflichen haltung heraus wort für wort und satz für satz abwägen und deren wirkung, deren potential, deren kraft in der rezeption antizipieren können. dies gilt gerade bei der gedichtform noch viel mehr als bei eher freieren formen, die auch von schnell dahingeschriebenem ihre dynamik erhalten.

dass günter grass seinen kurzen gedichttext innerhalb weniger tage lieber anders formuliert haben wollte, hätte er nur gewusst, wie die worte wirken, kann ich einem vollprofi so nicht abnehmen.

als intellektueller seines kulturkreises muss grass wissen, was mit einem stammtischtitel „was gesagt werden muss“, falschen rollenumkehrungen und schuldzuweisungen passiert. und: es stimmt einfach nicht, dass grass oder sonst jemand bis jetzt hätte schweigen müssen, aus welchen gründen auch immer. diejenigen, die sich seit 1945 aufregen, dass sie nicht alles laut sagen dürfen, sind jene, die das unrecht und verbrechen der nationalsozialisten nicht zugeben oder nicht einsehen wollen. will sich grass wirklich diesen ewiggestrigen anschliessen?

die friedenspolitische lage in israel und den benachbarten regionen und staaten ist eine riesige brennende wunde. jede einfache darstellung als konflikt zwischen zwei seiten, den einen und den anderen, würde der historischen, kulturellen, religiösen und politischen dimension der lage nicht gerecht. dennoch glaube ich, dass auch hier – wie in jeder anderen kriegsschwangeren lage der welt – es die verantwortung aller, also der ganzen welt sein muss, mit allen mitteln für den frieden zu wirken.

wer in einem sich zuspitzenden und mit vitalen interessen verbundenen konflikt die täter-opfer-optik einfach mal umdreht, spielt das konfliktspiel auf unverantwortliche weise nur weiter. nichts wird dadurch gewonnen. zuweisungen und vorwürfe, heftige unterstellungen und ganz und gar nicht harmlose relativierungen bringen weder die konfliktparteien noch uns weiter. friedensarbeit geht anders.

selbst wenn wir die (nicht unbedeutende) frage ausser acht lassen wollten, inwieweit ein deutscher schriftsteller in sachen israel eine besondere moralische verantwortung hat oder nicht, ungeachtet auch der frage, ob ein deutscher schriftsteller eine „stimme von aussen“ sein kann oder in diesem falle immer auch eine involviertheit zu berücksichtigen hat, die intervention des grass´schen gedichtes geht daneben, weil sie nicht heraushilft, weil sie keine vision eröffnet und keine hoffnung möglicher macht, sondern im alten konfliktsprech weiter macht. das ist rückwärts gewandt, ohne perspektive. und wasser auf die mühlen jener, die noch immer nichts aus der geschichte gelernt haben.

günter grass hat mit seinem absolut unadäquaten reiz vielleicht dennoch auch positives bewirkt. er hat vielleicht manche zum nachdenken gebracht und erkennen lassen, dass wir genau den fehler, den grass mit diesem text macht, nicht wiederholen dürfen.

konflikte bedürfen einer viel grundsätzlicheren perspektivenänderung. dort, wo grass sich dem deutschen waffenexport entgegenwirft, kann ich ihm auch zustimmen. waffen haben noch nie einen konflikt gelöst. jede bombe, jede rakete, jeder sprengsatz ist eine niederlage für die menschheit, ob erstschlag, vergeltungsschlag, kriegsfortführung, autobombe, sprenggürtel oder alltagsterror.

es geht immer und überall um menschen und deren leben, die unabhängig davon, welcher nation, welcher religion oder welchem politischen lager sie zugeordnet werden, immer gleich viel wert sein müssen und auch niemals quantifiziert gegengerechnet werden können.

es gibt zahlreiche menschen in israel und im iran, die gegen einen krieg aufstehen oder dies zumindest wollten.
friedenswillen stärken, vernetzen, unterstützen und verbreiten wäre daher wesentlich wichtiger.

es gibt – wie barenboim sagt – keine alternative zum frieden, die frage ist nur, wie lange wir bis dahin noch brauchen.

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foto: copyright: das blaue sofa / club bertelsmann

rechte feiglinge

diese woche wurde ein ausführliches interview mit mir zum thema „rechtsextremismus“ auf der radiofabrik ausgestrahlt. meine aussagen – die leider irrtümlicherweise vom radioserver gelöscht wurden – müssen manche ziemlich aufgeregt haben. eine meiner zentralen aussagen war: „das rechte gedankengut, das nationalsozialistische gemüt ist bei uns nie wirklich weg gewesen, es wurde nur eine zeitlang unter den teppich gekehrt oder hinter dem lodenmantel versteckt. aber es ist nach wie vor da.“

ein feigling hat mir seine hochintelligente antwort per postkarte zugeschickt. genauso feig wie jene, die mich schon mehrfach auf der (übrigens auch im interview angesprochenen) alpendonau beschimpft hatten, hat der feigling seinen absender natürlich nicht genannt.

für mich ist eine solche botschaft ein zeichen, sicher nicht leiser zu werden, sicher nicht aufzugeben. ich werde weiterhin benennen, was benannt werden muss und publizieren, was publiziert werden muss. wir brauchen die gewissheit, nicht wieder in die fehler der schrecklichen vergangenheit zu verfallen.

das gilt über alle grenzen hinaus. nicht von ungefähr ist stephane hessel alarmiert, dass wir dringend wieder uns auf jene werte konzentrieren müssen, die einem europa, einer welt nach dem holocaust so klar gewesen waren, werte, die zur deklaration der menschenrechte führten.

widerstand.

freudentränen.

performance vor dem salzburger gefängnis - foto: bernhard jenny

habe in diesen tagen einen anruf erhalten. ganz überraschend konnte mir einer jener menschen, die in unserem land seit jahren das asyl beantragt haben, endlich erzählen, dass er nun den positiven bescheid in händen hält. das war lange nicht selbstverständlich, ein jahrelanger spiessrutenlauf durch zahlreiche phasen der angst und verzweiflung, der hoffnung und zuversicht liegt hinter ihm. er hat inzwischen eine partnerin und mit ihr ein kleines kind, das familienglück war bis eben immer von dem damoklesschwert bedroht, der vater könnte abgeschoben werden.

harry (nennen wir ihn hier mal so) war allerdings immer von bemerkenswerter zuversicht. er hatte sein gewinnendes lächeln niemals verloren, selbst in den schlimmen phasen nicht. von irgendwoher, er würde sagen von gott her, nahm er die kraft, selbst skeptische fragen oder schwierige situationen mit natürlichkeit und gelassenheit durchzustehen.

die drei dürfen sich jetzt freuen, die bedrohung ist nun weg. jetzt haben sie „nur mehr“ das problem, arbeit zu finden und das alltagsleben zu meistern. sie vertrauen weiterhin auf gottes hilfe, das gibt ihnen kraft, ich bewundere ihre zuversicht voller respekt.

es gab einen moment in diesem telefongespräch, kurz nachdem ich ihm sagte, wie sehr ich mich mit ihm freue und dass ich immer schon der meinung war, dass jeder mensch dort leben soll, wo er selbst entscheidet, da hörte ich harry plötzlich weinen. all die anspannung der letzten jahre schien von ihm abzufallen. zufriedene erschöpfung, wenn es sowas gibt. es trieb mir selbst die tränen in die augen.

freudentränen. einerseits. und tränen der wut andererseits. wieviele menschen dürfen immer noch nicht diesen moment erleben, nur weil manche meinen das recht zu haben, das leben anderer einengen zu dürfen? wievielen menschen wird das traurige schauspiel der reichen welt zugemutet?

das leben als offensichtlicheR ausländerIn ist unseren landen schwer genug.
schluss mit erniedrigenden verfahren und dem aussortieren von „richtigen“ und „falschen“ menschen.
heissen wir sie doch endlich willkommen.

die früchte des zorns

kein mensch ist illegal - foto: bernhard jenny

jahrelang erleben wir in europa eine politik der 2 mentalitäten. in der einen mentalität, der schönen, der offenen, da geht es um die abschaffung von grenzen, zumindest deren öffnung, um die idee eines weiten europas, das den frieden sichern will. durch offenheit und austausch. in der anderen mentalität, der grausamen, der ausgrenzenden, da geht es um abgrenzung, ausgrenzung, abschottung, um die idee einer festung europa, die sich gegen die feinde von aussen, hauptsächlich gegen die armen von überall her wehren muss. durch rassismus und zynismus.

die vertreterInnen der ersten mentalität haben oft naiv gehandelt. sie haben vertrauen wollen, dass sich die offenheit schon von allein durchsetzt, sie haben geglaubt, die lehren der weltkriege und der shoa wären erbe genug, um unsere kulturen bewusst offen zu leben. zu diesen naivlingen zähle ich mich auch.

wir haben übersehen, dass die geldschieber und kapitalspekulierer sich der freiheiten bemächtigten, während die menschen selbst noch lange keine offenen grenzen erleben konnten. wir haben übersehen, dass zur schaffung einer verantwortlichen politischen kultur mehr gehört, als ein schulfach. wor haben geglaubt, die geister von gestern wären vorbei. wir haben übersehen, dass eine simple wirtschaftskrise (eine inszenierung der spekulanten) reicht, um die alten feindbilder neu zu beleben. allzuschnell wissen die wahnsinnigen wieder, wer schuld ist. wir haben übersehen, welche langzeitwirkung rechtspopulistische politikerInnen von le fekter bis mizzi pen haben.

nun müssen wir erleben, dass der immer schon köchelnde hass, der seit dem 9/11 immer wieder von kriegstreibern zum sieden gebracht wurde, schreckliche früchte bringt. terror ist die ernte des hasses.

mag sein, dass breivik ein psychopath ist, dennoch kann das gesellschaftliche klima auch ein faktor dafür sein, welche wege sich solche psychosen suchen. die terrorserie in deutschland, die jahrelang von den behörden falsch eingeschätzt wurde (wodurch viele vermeidbaren verbrechen erst begangen werden konnten) war offensichtlich kein einzelfall.

heute wurden kinder und ein vater auf ihrem weg in die schule in südfrankreich erschossen, soldaten tage zuvor anscheinend vom gleichen täter hingerichtet. weil die kinder in eine jüdische schule gehen? weil die soldaten aus nordafrika stammen?

wenn wir solche früchte des hasses verhindern wollen, müssen wir unsere kultur grundsätzlich verändern. wir dürfen nicht ausgrenzen, sondern öffnen. wir dürfen weder rassismus noch faschismus dulden. und wir müssen begreifen, dass in der diversität unserer gesellschaften und kulturen der reichtum liegt, den wir grosszügig verteilen können, ohne auf die änderung eines wirtschaftssystems warten zu müssen. und: wir müssen aufhören die unzähligen toten zu ignorieren, die unsere kriege und unsere politik ganz woanders auf dieser welt verursachen. denn auch die jene früchte des zorns, die weit von uns entfernt auftauchen, gehen uns an.

die antwort auf den terror ist nicht antiterror, überwachung und abschottung.
die antwort auf den terror ist eine offene, gerechte gesellschaft, die nicht erst integrieren muss, um die „anders“ seienden anzunehmen.
die antwort auf den terror ist eine kultur, die alles zulässt, nur nicht die ausgrenzung und diskriminierung in all ihren spielarten.
die antwort auf den terror ist eine diverse gesellschaft. für alle.