die sollen drinnen verbrennen?

foto: jürg cc by nc sa

die flammen schlagen aus den fenstern des hauses, sie drohen schon auf die nachbarhäuser überzugreifen. gellende hilferufe aus dem inneren werden immer lauter! verzweifelte aufschreie durchreissen selbst das laute brandgetöse, weil offensichtlich manche schon ihre lieben verkohlt wieder finden. die, die noch leben, haben nur ein ziel: sie müssen sich selbst retten, sie müssen sehen, wie sie alle so rasch wie möglich aus diesem glühenden hochhaus hinauskommen.

feuerwehren treffen keine ein, nur ein brandmeister aus einem fernen dorf überlegt den abwurf von brandbomben aus der luft, das müsste den flammen dann einhalt gebieten, meint er. andere glauben zu wissen, dass dann das hochhaus endgültig in sich zusammenbrechen würde und alle mit sich begraben würde.

das treppenhaus ist voller rauch, kaum jemand schafft es nach aussen zu gelangen, manche herbeieilende helferInnen versuchen den menschen aus der todesfalle herauszuhelfen. vereinzelt gelingt es löcher in die mauern zu schlagen, um so möglichst vielen menschen den weg in die sicherheit zu bahnen. „raus hier“, das ist der einzige gedanke aller, die im brennenden turm zu verschmoren drohen.

an einem der notausgänge stehen helferInnen in schwarzer uniform, die so wie die anderen die in panik zum ausgang drängenden herausziehen und in sicherheit bringen. irgendetwas aber ist anders. während an anderen stellen die menschen nur so herausströmen, wird bei genauerem hinsehen erkennbar, dass die helferInnen in schwarz manche verzweifelten auch zurückstossen.

„nein du nicht“ ruft einer, und drängt den schon fast in ohnmacht fallenden zurück in die flammenhölle, „du auch nicht,“ ruft er und dreht sich schreiend zu einer kollegin um: „wieviel haben wir schon, hanni?“ „476“, ruft die angesprochene, „michi, du darfst nur mehr 24 rauslassen, dann ist es genug! aber pass auf, nur frauen, kinder und auch nur wenn sie christen sind!“

ein kleines kind sieht dem geschehen ungläubig zu und zerrt am ärmel der helferin.
„du sag,“ meint sie zaghaft, „sag schon, hanni!“
die will sich auf das zählen konzentrieren und will keine antwort geben.
die kleine lässt nicht locker und ruft drängend:
„was ist mit den anderen?
die sollen drinnen verbrennen?“

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foto: jürg cc by nc sa

darf eine kriminelle vereinigung auf wiederwahl hoffen?

rücktritsszertifikat bernhard jenny

ein brandgefährlicher mix.

die eine verharmlost vergewaltigungen an minderjährigen, vorverurteilt u-häftlinge in aller öffentlichkeit als täter und gibt zynisch zu, dass sie gar nicht daran denkt, für die sicherheit der häftlinge in unseren gefängnissen zu garantieren.

die andere lässt menschen, die sich seit monaten verzweifelt um ein asyl bei uns bemühen und die in kirchlichen räumlichkeiten glaubten, schutz gefunden zu haben in gebiete abschieben, wo akute todesgefahr für diese menschen herrscht. und sie hetzt mit – wie wir inzwischen wissen – unhaltbaren anschuldigungen gegen die verbliebenen menschen in den klösterlichen mauern, lässt sie verhaften und kriminalisiert sie öffentlich.

die dritte hat schübe der unkontrollierten art. sie redet land und leute, öfter noch andere länder und deren leute schlecht, drinnen wie draussen, und ist dennoch (oder gerade deswegen) an einem der scheinbar wichtigsten posten des staates. auch sie kann völlig abstruse behauptungen auf nachfrage nicht belegen.

eine solche kriminelle vereinigung verdient die umgehende ausstellung von rücktrittszertifikaten.

doch halt. es kommen wahlen. zeit des kollektiven vergessens?

darf eine kriminelle vereinigung auf wiederwahl hoffen?