signa schlägt österreich den boden aus.

vor einigen tagen war eine grafik der APA in verschiedenen medien zu sehen, die unter den titel „größte insolvenzen in österreich“ per überblick über die grosspleiten in unserem land wohl die besorgniserregende dimension der SIGNA-pleite kommunizieren sollte.

dort waren die SIGNA HOLDING mit 5 milliarden, SIGNA PRIME mit 4,5 milliarden rekordbrecher vor der bis dato grössten insolvenz 2013 der ALPINE BAU. SIGNA DEVELOPMENT war auf rang 5 mit 1,3 milliarden angeführt.

besorgniserregend, aber dennoch nicht ganz deutlich.

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ziemlich heftig: die verdienste eines glühenden antisemiten

eine in diesen tagen erschienene salzburger stadtteilzeitung eines privaten vereines bringt in der rubrik „geschichte“ das portrait eines namensgebers für eine strasse in diesem stadtteil.

die „dr.-sylvester-straße“ in salzburg gneis ist nach einem strammen burschenschafter und abgeordneten in reichsrat und nationalrat, dr. julius sylvester benannt. ohne mit dem blättchen zu zucken beschreibt „E.B.“ (name wohl nur der redaktion des blättchens bekannt) die besonderen stärken des mannes:

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haslauer und salzburg ag: „anders als versprochen“

die salzburger armutskonferenz macht auf den skandal aufmerksam, dass trotz laut energieagentur in den letzten monaten meist sinkender grosshandelspreise die salzburg ag die erhöhung mit „hohen preisen auf den grosshandelsmärkten“ begründet. dabei handelt es sich nicht um eine prozentuale steigerung, sondern sage und schreibe um eine verdoppelung!

Immer mehr Menschen spüren die Auswirkungen der Inflation und Teuerungen, Lebensmittel-, Wohn- und Energiepreise steigen. Selbst wenn man mehr Arbeiten ginge, zeigt ein Blick auf die Lohnentwicklungen der letzten Jahrzehnte: die Löhne sind nicht ansatzweise in derselben Höhe gestiegen wie die Lebenserhaltungskosten. Das Leben wird immer teurer und für viele reicht ihr Einkommen nicht mehr zum Auskommen. „In einer solchen Situation die Gaspreise derart anzuheben ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Katharina Obenholzner von der Salzburger Armutskonferenz.“

in der aussendung der armutskonferenz heisst es weiter:

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der beste bundeskanzler aller zeiten

es ist wunderbar. wie wohltuend ist es doch, wenn ein bundeskanzler im gemütlichen kreise beim wein endlich ausspricht, worauf so viele menschen gewartet haben! mit hohn für jene, die manche linksversifften als armutsgefährdet bezeichnen würden, soll diesen schmarotzenden faulen nun feuer unter dem allerwertesten gemacht werden. wenn wer nichteinmal fähig ist, den weg zum nächsten junkfood-lokal zu finden, dann geht es nicht um armut, sondern um faulheit.

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der heiland und seine hawara

nein es geht weder um jesus noch um wolfgang teuschls übersetzung des markusevangeliums ins wienerische in den 70er jahren. es geht um den unheiligen heiland, der offenbar für manche seine wunderkraft noch nicht verloren hat.

wer kann sich noch ein den glibberschleim erinnern, der irgendwann einmal der letzte schrei für spielende kinder war? faszinierend diese türkise pampe, die im laufe der zeit immer unansehnlicher wurde, je länger sie zwischen unzähligen händen und allen möglichen und unmöglichen oberflächen hin und her wanderte. besonders attraktiv war dieser schleim dann, wenn glänzende minikonfetti den gatsch aufpimpten.

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hinterhäusers bedenklicher kulturbegriff?

über die genervten reaktionen hinterhäusers im zusammenhang mit der politischen lage im land und die frage nach dessen kulturbegriff gab es hier und auch im DER STANDARD blog bereits erörterungen.

gegenüber thomas kramar (die presse) wurde hinterhäuser in anderer weise deutlich, denn offensichtlich fühlt er sich von fragen nach politischem kontext oder gesellschaftlichen hintergründen gestört.

„Warum befragt man nicht Primarärzte, Schuldirektoren oder Mitarbeiter eines Stadtgartenamtes zur Politik?“ (Markus Hinterhäuser 21.7.2023)

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es darf nicht „normal“ werden, ein arschloch zu sein.

im allgemeinen wird „normal“ oft verwendet, um das zu beschreiben, was als typisch, üblich oder konform mit den erwartungen einer mehrheit betrachtet wird. es kann sich auf verhaltensweisen, erscheinungsbilder, soziale normen oder auch körperliche merkmale beziehen. 

in einer diversen, offenen gesellschaft ist es wichtig zu erkennen, dass jegliche „normalität“ relativ und subjektiv ist. die vielfalt von menschen, kulturen, hintergründen und erfahrungen bedeutet, dass es keine einzige „normale“ lebensweise oder identität gibt. eine offene gesellschaft muss respekt und akzeptanz für die unterschiede aller fördern, anstatt sie anhand einer vermeintlichen norm zu bewerten oder zu gar zu bekämpfen.

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