offener briefentwurf zum 1.11.2011

pionierewieimmer linz 31.10.2011 (foto: bernhard jenny)

sehr geehrter herr bürgermeister franz dobusch,

es freut mich sehr, dass sie und die gesamte stadtregierung von linz auf meinen hinweis zum 1.11.2011 so schnell reagiert haben, und mit mir einer meinung sind, dass ein denkmal mit dem erschreckend verherrlichenden spruch „pioniere wie immer“ nicht der historisch-politischen verantwortung einer modernen stadt wie linz entspricht.

ihr rascher entschluss, dass dieses denkmal am donauufer nahe dem brucknerhaus durch ein neues ersetzt werden soll, das uns alle dem „nie wieder“ verpflichtet, ist ein klares zeichen, eine eindeutigkeit in unserer politischen kultur herzustellen, die wir dringend brauchen.

pionierewieimmer detail linz 31.10.2011 (foto: bernhard jenny)

diesen brief wird es hoffentlich bald wirklich geben…

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Über bernhardjenny

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18 Kommentare

  1. mühlbacher

    solche Unachtsamkeiten gibt es in vielen Orten, nicht nur in Linz.

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  2. habe heute aus dem büro von bürgermeister dobusch die information erhalten: „Es wurde umgehend eine Behandlung dieses Themas in Auftrag gegeben.“

    vielleicht darf ich meinen briefentwurf wirklich bald in die realität umsetzen?

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  5. Der Pionier

    Hoffentlich ergeht es Ihnen auch einmal so, dass niemanden Ihr Andenken würdigt. Spüren wie das ist, werden Sie es dann wohl nicht mehr.

    Den Leitspruch der Pioniere, den sie immer noch verwenden als irgendein Symbol für etwas Schlechtes zu sehen und dieses als Verherrlichung für … ja für was eigentlich? anprangern, und verbieten wollen, und somit das Andenken vieler Österreicher, die in Ausübung ihrer Dienste ihr Leben gelassen haben, in den Dreck ziehen, ist schon das Letzte.

    Sollen jetzt alle Kriegsdenkmäler auf denen das Jahr 14-18 oder 39-45 vermerkt ist verschwinden?

    Diese Menschen sind für Ihr Land gestorben, nicht für die Politik, nicht für die Ideale eines einzelnen, nicht um die Ermordung eines Volkes zu ermöglichen, FÜR IHR LAND! Und so wird es ihnen gedankt, dass irgendwelche … daherkommen, Ihre Denkmäler beseitigen wollen, sie Ausgraben, sie entehren lassen, Straßen, die nach ihnen benannt sind umbenennt lassen, und aus den Geschichtsbüchern streichen lassen.

    Sie können stolz auf sich sein!

    Ein Pionier

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  6. Dr. K. Köhler

    Sehr geehrter Herr Jenny !
    Wer hat der Bevölkerung Österreichs bisher mehr geholfen; die Pionierkompanien welche immer wieder und unaufhörlich im Katastrophenschutz tätig sind und effektiv Menschenleben retten oder Medienkünstler mit fragwürdigem Publikationsbedürfnis ??
    Ich finde an dem Motto unserer Pioniere nichts „erschreckend verherrlichendes“ vielmehr entspricht es den Tatsachen, daß es die Pioniere sind, welche immer wieder stets zur Stelle sind um zu helfen. Bitte, lernen Sie Geschichte !

    Kein Pionier, aber Staatsbürger und Steuerzahler !

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  7. J. Riegler

    Sehr geehrter Herr Jenny,

    leider stelle ich mit Bestürzung fest, daß Sie, ohne zu wissen, woher das Motto der Pioniere rührt, dieses blindlings ins rechte Eck werfen und in bester Tradition per Dekret verschwinden lassen sollen.

    Ich erlaube mir, von http://www.pioniere.at zu zitieren:
    „Im Jahr 1876 wurden durch plötzlich einsetzende Schneeschmelze und den Abgang eines Eisstoßes Mitte Februar im Bereich der Donau weite Teile des Landes unter Wasser gesetzt. Auch die tiefer gelegenen Stadtteile Wiens waren überflutet. Das Hochwasser griff im weiteren Verlauf auch auf große Gebiete Ungarns über. Die zur Hilfeleistung eingesetzten Abteilungen des Pionierregiments standen 2 Monate in ununterbrochenem Einsatz. Ihr vorbildliches Verhalten veranlasste Kaiser Franz Josef nach der Berichterstattung des damaligen Regimentskommandanten zu der Feststellung „dass das Pionierregiment, WIE IMMER, auch diesmal vollkommen entsprochen habe und dass stets wo Abteilungen des Regiments auftreten, jederzeit bestes geleistet werde“. Auf diese anerkennenden Worte Kaiser Franz Josefs geht somit der Wahlspruch der Pioniertruppe „PIONIERE – WIE IMMER“ zurück, Worte, die auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.“
    ( http://www.pioniere.at/index.php?wahlspruch )

    Ich kann beim besten Willen nichts verwerfliches daran finden, wenn eine militärische Einheit ihr Motto aus dem Verdienst in der Katastrophenhilfe ableitet. Sie dürften das als Künstler berufsbedingt anders sehen. Ich erwarte auch nicht ernsthaft, daß diese Zeilen Sie zum Nachdenken animieren – aber vielleicht den einen oder anderen Leser Ihres Gästebuchs.

    mfg,
    ein ehemaliger Angehöriger des PiB 1 des ÖBH

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  8. jean

    sol ein kleinkariertes und anbiederndes verhalten habe ich noch in meinem ganzen leben nicht erlebt.

    ihnen kann man nur sagen: lernen sie geschichte!

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  9. Chris

    Unwissenheit ist ein Segen, Hauptsache anpatzen. Einfach nur Widerlich!

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  10. C

    „Der Wahlspruch der Pioniere „Pioniere – wie immer“, gilt seit 1876 als Synonym für die Leistungsfähigkeit der österreichischen Pioniere und die mit diesen zusammenwirkenden anderen technischen Einheiten.

    Im Jahr 1876 wurden durch plötzlich einsetzende Schneeschmelze und den Abgang eines Eisstoßes Mitte Februar im Bereich der Donau weite Teile des Landes unter Wasser gesetzt. Auch die tiefer gelegenen Stadtteile Wiens waren überflutet. Das Hochwasser griff im weiteren Verlauf auch auf große Gebiete Ungarns über. Die zur Hilfeleistung eingesetzten Abteilungen des Pionierregiments standen 2 Monate in ununterbrochenem Einsatz. Ihr vorbildliches Verhalten veranlasste Kaiser Franz Josef nach der Berichterstattung des damaligen Regimentskommandanten zu der Feststellung „dass das Pionierregiment, WIE IMMER, auch diesmal vollkommen entsprochen habe und dass stets wo Abteilungen des Regiments auftreten, jederzeit bestes geleistet werde“. Auf diese anerkennenden Worte Kaiser Franz Josefs geht somit der Wahlspruch der Pioniertruppe „PIONIERE – WIE IMMER“ zurück, Worte, die auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.“

    Ich schliueße mich meinen Vorpostern an: Geschichte wurde offenbar in Ihrer Generation nicht ausführlich genug gelehrt.

    Ein Lehrer, Historiker und Milizsoldat

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  11. auf welchem pionierlager war euch denn heute fad wie immer?
    19. Juli 2012 um 09:27
    19. Juli 2012 um 10:39
    19. Juli 2012 um 11:37
    19. Juli 2012 um 12:12
    19. Juli 2012 um 12:29
    19. Juli 2012 um 12:37

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    • jean

      und sie glauben, das sie für die allgemeinheit sprechen?
      ich bin weder milizsoldat, noch pionier- und ganz sicher nicht war ich auf einem pionierlager- andersdenkende meinung ist erlaubt, und gefordert- oder denke sie etwa nicht?

      mir fehlt ebenso noch immer ihre argumentative auslegung was an diesem pionierleitspruch verwerflich ist.
      ich selbst habe das hochwasser 2001/2002 als betroffener erlebt- neben feuerwehr, rk und sonstigen organisationen waren es die pinoereinheiten die behelfsbrücken gebaut, keller ausgeräumt, stützmauern errichtet, straßen erkundet, bis zur brust in hochwasser gestanden sind um verklausungen zu beseitigen, …

      ich bitte um eine fachliche aussage ihrerseits, und nicht trotziges aufzählen von eintragungen.

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  12. Dr. K. Köhler

    Hätte mir von einem „Medienkünstler “ doch schon eine eher argumentativ orientierte Antwort erwartet ….
    Vermutlich haben Sie dabei genau soviel intellektuellen Aufwand betrieben wie bei Ihrem Brief an den Linzer Bürgermeister ….
    Wohlgemerkt, ich bin kein Pionier, trotzdem hoffe ich Sie werden mir gestatten eine eigene Meinung zu haben. Bitte erklären Sie mir doch, weshalb das Motto der Pioniere „erschreckend verherrlichend“ sein soll !
    MfG
    K. Köhler

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  13. jean

    falls sie einmal einen sinnvollen artikel lesen möchten:
    http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=6180

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  14. Normalgewichtiger

    Fette, alte, grüne Bundesheerhasser sollten ihren haarigen Schnabel in Sachen reinstecken, in denen sie sich auch auskennen…
    Warte…die kennen sich ja nirgendwo aus, deswegen sind sie ja Grüne!
    Oh oh oh…

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    • dumme heeresbefürworter machen mir sorgen, besonders wenn sie 4 1/2 jahre brauchen, um auf einen artikel zu reagieren. warte… die kommen immer so spät, deswegen sind sie auch beim heer!
      oh oh oh…

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  15. Felix Deinhofer

    Was ist daran verherrlichend? „Pioniere wie immer“ ist schlicht und einfach der Wahlspruch der österreichischen Pioniere. Ich sehe dabei keinerlei Verherrlichung der Wehrmacht oder des Krieges.

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  16. DaFish

    Ich wette Sie bekommen Tobsuchtsanfälle, wenn sie Doskozil irgendwo sehen/hören…
    Köstlich!

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