fremdenrechtsbehörde verhöhnt 7köpfige familie

7köpfige familie wird von behörden verhöhnt (Foto: Neumayr/MMV)

behörden brechen vereinbarungen
österreicherin soll mit ihren kindern das land verlassen

jener vater einer 7köpfigen familie, der im januar d.j. zu einer „freiwilligen ausreise“ in seine heimat mazedonien gezwungen wurde, wird nun seit seiner rückkehr im märz von den behörden verhöhnt. vor seiner ausreise hatte fuat r. über seinen rechtsanwalt mit den behörden vereinbart, dass er bei seiner wiedereinreise eine aufenthaltserlaubnis samt arbeitsgenehmigung erhalten werde. bekommen hat er ein urlaubsvisum für 3 monate und keine arbeitsgenehmigung!

„ich habe geglaubt, dass die ämter mit mir ehrlich sind und habe mich an alles gehalten, was sie von mir verlangt haben,“ meint fuat r. „alles habe ich genauestens erfüllt, jetzt darf ich trotzdem nicht arbeiten und soll das land wieder verlassen? ich bin verzwiefelt!“

ginge es nach dem amt, so sollte fuat r. nun mitte juni wieder nach mazedonien ausreisen und frühestens nach 3 monaten wieder mit einem auf 3 monate beschränkten urlaubsvisum einreisen. dass das schon rein finanziell nicht gehen kann, interessiert den zuständigen beamten im fremdenrechtsamt nicht.

die 7köpfige familie ist mit den nerven am ende. die ohnehin knappe finanzielle situation war durch die erzwungene beendigung der arbeit des vaters und die zwangsreise noch so strapaziert worden, dass nun die gesamte familie auf sozialhilfe angewiesen ist.

die situation ist untragbar. die ehefrau von fuat r. berichtet, dass sie auf die frage, wie sich der beamte das vorstelle, dass der vater gezwungen würde, alle 3 monate das land wieder zu verlassen, die antwort bekommt, sie könne ja mit den kindern mitreisen und am besten gleich mit ihrem mann in mazedonien bleiben. nicole k.: „warum soll ich mein eigenes land mit meiner familie verlassen, nur weil das amt meinem mann das versprochene visum nun doch nicht geben will?“

das ist schamlose fremdenfeindlichkeit, die sogar vor den eigenen staatsbürgerInnen nicht halt macht: die österreicherin, die vor 6 jahren den mazedonier geheiratet hat, muss sich nun sogar im amt fragen lassen, ob „ihre vorfahren schon auch österreicher“ gewesen wären. der zynische und lebensfeindliche umgang des amtes mit dieser familie muss ein ende haben. ich verlange von unseren verantwortlichen in der stadt salzburg, dass sie endlich dem ehepaar und den 5 kindern jenes leben ermöglichen, für das beide eltern bereit sind, hart zu arbeiten.

dass unsere behörden menschen in notlagen versetzen, die absolut vermeidbar wären,
dass fuat r. nach wie vor nicht arbeiten darf, obwohl sein früherer arbeitgeber sich sogar beim amt für ihn einsetzte und
dass die xenophoben entgleisungen eines beamten die 7köpfige familie weiter demoralisieren dürfen,
ist nicht hinzunehmen.

p.s. die familie wird übrigens vom falschen referat beamtshandelt: es ist das referat für „aufenthaltsbeendigungen“

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bisherige blogberichte:

13.3.2011

11.1.2011

23.12.2010

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

5 Kommentare

  1. hajo

    schrecklich!

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  2. Susanne Kreindl

    Wie könnte man dieser Familie helfen?
    Der erfolgreiche Einsatz für Wahabu Musha sollte beflügeln, wenn es auch sehr mühsam ist, ständig die Fehler unmenschlicher Beamter
    wieder korrigieren zu müssen!

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    • danke für die hilfsbereitschaft! wir überlegen massnahmen, die wir allerdings erst mit der familie besprechen müssen. jedenfalls darf das so nicht weitergehen. wir informieren, sobald etwas entschieden ist.

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  3. Andrea Wagner

    Was geht in den Köpfen der verantwortlichen Beamten vor? Wem kommt das in den Sinn, dass eine Familie so arg behandelt wird? Welche Politiker schauen da zu?

    Es ist pervers! Anstelle solcher Aktionen sollte der Familie mit ihren Kindern geholfen werden, sich ein würdiges Leben aufzubauen.

    Dass die Mutter gefragt wird, ob eh auch die Vorfahren Österreicher wären, ist praktisch die letzte Stufe vor der Wiedereinführung des Ahnenpasses, oder?

    Das allein ist schon Grund genug, das Verfahren schnellstens einzustellen!

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  4. hier ein aktueller artikel über diese familie aus dem bezirksblatt / stadtblatt:

    http://regionaut.meinbezirk.at/salzburg-stadt/chronik/papa-darf-nicht-bleiben-d73383.html

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