kickls widerwärtiges geschwurble muss entlarvt werden

die unerträgliche show, welche der wohl schlechteste parteiobmann aller zeiten gestern in der zib2 aufführte ist unerträglich.

fragen von martin thür wurden nicht beantwortet, sondern maximal als stichwortpool gesehen, um sowohl den rechtsextremismus mit dem berühmten whataboutismus zu relativieren, als auch den antisemitismus und die verharmlosung der shoa einmal mehr zu leugnen. (siehe https://orf.at/#/stories/3241861/)

schliesslich wurde dann noch genüsslich propaganda für das entwurmungsmittel ivermectin betrieben, und wenn martin thür behaupte, dass expert*innen keine wirkung gegen covid nachweisen könnten, dann hätte halt der orf nur die falschen gefragt.

das ist nicht nur irreführend, derartige aussagen könnten menschen ermuntern, sich (trotz inzwischen passierter todesfolgen) mit dem kicklschen wundermittel selbst zu behandeln.

nicht wenige stellten sich die frage, ob es denn vertretbar sein kann, dass die zib2 derartigen widerwärtigkeiten sendezeit und öffentliche bühne biete.

schnell waren dann auch die argumente zu finden, dass ein öffentlich-rechtlicher rundfunk gesetzlich verpflichtet wäre, allen parteien die möglichkeit zu auftritten zu bieten, da dies im sinne der demokratischen kultur sei.

kann es tatsächlich demokratischen sinn machen, dass selbst lebensgefährliche schwurbelargumente und grausamste relativierung von rechtsextremismus inkl. akzeptanz für shoa-verharmlosung derart schamlos verbreitung finden?

die antwort kann nur heissen: wenn tatsächlich alle parteiobleute ein gleichrangiges recht auf live-interviews haben sollen, dann bitte nur mit entsprechend verantwortlichem rahmen.

dieser könnte bedeuten, dass entweder in echtzeit warnhinweise eingeblendet werden, dass das gesagte keinem faktencheck standhalten würde, oder dass zumindest unmittelbar an das interview gekoppelt ein tatsächlicher faktencheck als sofortkommentar eingebracht wird.

die getätigten aussagen sind insgesamt keine überraschung und daher wäre von haus aus klar, wer hier als expert*in zugezogen werden könnte. selbstverständlich würde dieses prozedere auch für alle anderen interviewpartner*innen auch aus anderen parteien gelten.

es war widerwärtig, was kickl gestern aufgeführt hat, es war widerwärtig, wie er martin thür behandelt hat, es war widerwärtig, wie er die zuseher*innen benutzt hat, seine unerträglichen aussagen zu verbreiten. 14 minuten sprechzeit für die tiraden von kickl ohne faktencheck waren 14 minuten zuviel. wenn nicht einmal der fragestellende martin thür mehr ausreden darf, warum soll dann herbert kickl ausreden? das dürfte nicht so stehen bleiben, solches braucht in einer verantwortlichen demokratie einen warnhinweis in echtzeit.

kickls widerwärtiges geschwurble muss entlarvt werden.

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bild: screenshot orf ausschnitt

Autor: bernhardjenny

kommunikationsgestalter meine unternehmen: jennycolombo.com, conSalis.at blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

Ein Gedanke zu „kickls widerwärtiges geschwurble muss entlarvt werden“

  1. „kann es tatsächlich demokratischen sinn machen, dass selbst lebensgefährliche schwurbelargumente und grausamste relativierung von rechtsextremismus inkl. akzeptanz für shoa-verharmlosung derart schamlos verbreitung finden?“
    Ja – genau so wie Ihre linksextremen Anschauungen und Verharmlosungen und Aufrufe zur Rechtsbrüchen in unserer Demokratie Platz finden (müssen).

    Gefällt mir

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