feiger zynismus

was merkel und westerwelle heute in deutschland als die lösung des haushaltproblems präsentiert haben, ist weder ehrgeizig noch zukunftsweisend, sondern feige und zynisch. arbeitslose, kranke, alte und kinder sollen sich kürzungen gefallen lassen, während die profiteure der krise sich krumm und dämlich lachen können, denn ihre immensen gewinne bleiben unangetastet.

wir werden zeuge einer schamlosen streichung dringender sozialer unterstützungen für die ärmsten und schwächsten, weil die politik nicht in der lage ist oder nicht sein will, der spekulation, dem „kapitalverbrechen“ im wahrsten sinne des wortes einhalt zu gebieten.

sozialer friede ist aber keine romantische vision, sondern die voraussetzung für die stabilität und sicherheit in unserer gesellschaft: einmal ins wanken gebracht wird er nicht so schnell wiederkehren, denn dann werden wohl jene urkräfte freien lauf erhalten, zu deren immerwährenden eindämmung die europäischen demokratien einmal angetreten waren.

wie lange ist das her?

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

3 Kommentare

  1. Ich kann Ihnen nur zustimmen und für diesen Beitrag danken! Mögen die Herrschenden Ihre Zeilen lesen!
    Gruß, Reiner Grißhammer

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  2. hrogra

    lieber bernhard, in neoliberalen systemen zeigt der kapitalismus in der krise sein wahres gesicht. spätestens seit schröder in deutschland in armani outfit mit havanna posierte und heute ein feymann als gelacktes abziehbildchen daherkommt, hat die sozialdemokratie ihre kraft als counter balance verloren. verloren, weil deren repräsentantInnen selbst zu vertreterInnen des systems wurden. vielleicht muss die breite masse, und ich meine dies nicht zynisch, damit will ich keinesfalls die ausgegrenzten, noch weiter diskriminieren, die bereits heute opfer sind, aber vielleicht muss die masse erst wirklich und richtig schmerzhaft spühren: es ist schluss mit lustig. auf wiedersehen red bull spaß-gesellschaft. vielleicht werden dann endlich wieder kräfte frei, die zu einer ernsthaften gegenbewegung führen. einer gegenbewegung, die die gesellschaft nachhaltig verändert.
    ich wünsche es mir und uns.
    liebe grüße!

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  3. bdanneberg

    „wie lange ist das her?“

    Obwohl gerne und oft von Interessengruppen diesbezüglich die Schuldkeule geschwungen wird um eben eigene Interessen durchzusetzen, scheint es erschreckenderweise in seiner Konsequenz zu lange herzusein. Wobei sich dann noch die Frage stellt, ob es sich beim Umgang damit nicht immer nur um das Bekämpfen von Symptomen gehandelt hat (also „Schrecklich wars, was da getan wurde, das darf nicht wieder passieren“) und die Suche nach den Ursachen gänzlich außen vor gelassen wurde. Zumindest scheinen nur wenige die Alarmzeichen in der Entwicklung unserer Gesellschaft festzustellen. Echtes „Gegenarbeiten“ lässt sich aber nur selten bzw. nicht medienwirksam erkennen.

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