verschwendung von energie jenseits des einklagbaren

foto: dirk kruse cc licence by sa

viel wird über kosten geredet, über geld, das angeblich nicht da ist, über geld, das wir nicht ausgeben können und über kürzungen, sparmassnahmen und rationalisierungen, ohne die unsere gesellschaft angeblich den bach runter gehen wird.

wieviele stunden beschäftigt ein einziger asylantrag, wieviele beamt*innen, anwält*innen und helfer*innen, wieviele stunden bedeuten interviews, bescheiderstellungen, einsprüche, revisionsverfahren usw. wieviel geld – das angeblich nie da ist – wird da „verbraten“ und wieviel in keiner offiziellen rechnung berücksichtigten stunden ehrenamtlichen engagements von einzelbürger*innen und institutionen wären eigentlich aufzulisten?

wieviel energie – und da rede ich nicht nur vom monetarischen – wird in bürokratisch-rechtliche hürden investiert, wieviel apparat wird menschen in den weg gestellt? wie weit könnten all die integrationsbemühungen und -leistungen sein, wenn nicht ständig prügel zwischen die füsse geworfen würden? wieviel energie würde frei, wenn die betreffenden ohne angst und dumpfer bedrohung ihren fähigkeiten entsprechend einfach teil unserer gesellschaft sein dürften?

ich bin überzeugt: statt jahrelangen spiessruten könnten niederschwellig-rasche willkommens-pässe nicht nur diesen menschen, sondern uns als gesellschaft im ganzen, energien freisetzen, die uns ganz anders in die zukunft blicken liessen.

wieviel energie müssen hilfsorganisationen aufbringen, um menschen an den aussengrenzen zu retten, zu versorgen, zu betreuen usw.?

mit jeder hürde, faktisch in beton und draht oder bürokratisch in gesetzen, verordnungen und erlässen, vergeuden wir energie aller menschen, die involviert sind. mit jeder hürde zerstören wir das biotop „zusammenleben“ und verpulvern wertvollste lebensenergie in negatives.

unser asylsystem verbraucht energie und rodet unsere lebensräume. denn hinter grenzzäunen atmen wir irgendwann selbst nur mehr „gesiebte luft“.

der rodungsstopp im hambacher forst sollte uns ein vorbild sein, auch im asylsystem nachzudenken.

wir können es uns als gesellschaft einfach nicht mehr leisten, mehr energie in das zerstören von lebenswegen zu stecken als in eine bessere welt. volkswirtschaftlich wird der xenophobe wahnsinn irgendwann noch mal zu bewerten sein. zur humanitären katastrophe der menschenverachtung kommt dann auch noch die energieverschwendung unglaublichen ausmasses.

amtshaftung für verschwendete lebensenergie? gibt es solches?

ich befürchte nein. europa, allen voran unser land leistet sich
verschwendung von energie jenseits des einklagbaren

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