amnesty geht euch am a vorbei

titelberichtamnesty

offener brief an die regierung

es ist unerträglich die offizielle auflistung des amnesty-berichts über traiskirchen zu lesen.

es ist unerträglich aus humanen gründen, weil wenn wir uns vergegenwärtigen, was menschen, die zu uns flüchten durchmachen müssen, was ihnen zugemutet wird, dann müssten wir uns alle nicht nur schämen, sondern uns (mit)schuldig fühlen.

es ist unerträglich aus politischen gründen, weil solche berichte schon öfter in verschiedener form erschienen sind, nun eben auch noch von einer kommission von amnesty international, aber keine politischen auswirkungen haben werden.

euer buhlen um die stimmen der immer noch braunen und jener, die das braun sein ganz neu cool finden lähmt euch für jede humanitäre verantwortung.

montiert euch bitte wenigstens das „christlich“ ab und das „sozial“. ihr seid eine bande freiwilliger strache-mitarbeiter_innen, und das wird uns noch sehr teuer zu stehen kommen, nicht nur im sinne von geld, sondern im sinne von menschlichkeit. aber das ist ohnehin eine währung, die ihr nicht kennt.

menschen unwürdig zu behandeln, sie im dreck untergehen zu lassen, kranke nicht adäquat zu versorgen und sogar babies auf dem boden schlafen zu lassen, anderen menschen, die helfen wollen, den zutritt zu verwehren und sehenden auges eine nie dagewesene katastrophe immer grösser werden zu lassen, dafür hat euch sicher niemand gewählt.

lasst doch strache direkt an die macht, es kann kaum schlimmer werden.

ich klage euch an: wegen unmenschlichkeit, fahrlässigkeit und unterlassener hilfeleistung.

erst einmal habe ich erlebt, dass einer regierung ein bericht der amnesty-kommission weniger als egal war: es war die diktatur in argentinien.

schöne vorbilder, die ihr da habt!
amnesty geht euch am a vorbei

ps. die taktik von mikl-leitner geht voll auf!

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

3 Kommentare

  1. Aurelia

    … danke Herr Jenny – möge endlich etwas in die Gänge kommen – bin am Verzweifeln angesichts dieses perfiden politischen Diletantismus und Machtmissbrauchs. Mich fröstelt und friert bei beinahe 40 ° Grad Aussentemperatur!

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    • es ist leider politisches kalkül und volle absicht. heute gab es internationale pressemeldungen (reuters und co), die über den skandalösen umgang österreichs mit flüchtlingen berichten. und das soll die fluchtströme zurückhalten. sehr dumme strategie und mit schlimmsten konsequenzen. diese strategie zeigt, dass das geschehen selbst völlig, aber völlig falsch eingeschätzt wird. das ist wirklich sehr gefährlich.

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  2. vik roth

    Lieber Bernhard Jenny! So sehr alles in dem obigen Beitrag schon seine Richtigkeit hat, möchte ich doch in einem Punkt widersprechen: Das BMI ist eine Behörde, ein Ministerium, und keine Greisslerei, mit einer Geschäftseinteilung und mit Aufgaben. Es ist eine AUFSICHTSBEHÖRDE, die gesellschaftlich notwendige Aufgaben, die noch dazu internationalen Ratifizierungen folgen müssen, einer privaten Firma übergeben. Diese Firma, wie auch die Aufsichtsbehörde versagen vor aller Augen. Die derzeitige Noch-Chefin dieser Aufsichtsbehörde geht nach dem Amnesty-Bericht her und sagt lapidar, „damit war zu rechnen“ und „wir brauchen nicht noch mehr Polarisierung“. Sie sagt das lapidar, anstatt zu sagen: „Ich trete als Chefin der Aufsichtsbehörde und Verantwortliche zurück“.
    Der Bundespräsident ist in irgendeiner Versenkung verschwunden, ebenso der Bundeskanzler. Also der Regierungschef. DAS ist der wirkliche Skandal in dieser sogenannten Republik. Hier herrscht einfach gegen eine gewisse, unerwünschte Gruppe von Menschen das FAUSTRECHT. Es wird aber trotzdem sehr wichtig sein, das Projekt „Flüchtlingslager für 400.000 Menschen irgendwo in der serbischen Pampa, gegen Bezahlung“ zu verhindern. GERADE in Anbetracht dessen, was uns hier in aller Öffentlichkeit an Menschenfeindlichkeit vorgeführt wird. Es gibt nämlich noch andre gesellschaftlich nicht erwünschte Gruppen, die könnte es als nächste treffen – auch vor aller Augen. Und dann wäre eine Lawine so richtig losgetreten.

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