wir sind alle gleich ungleich und ungleich gleich.

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wir sind verschieden. alle. wir sind alle anders. kein mensch ist absolut ident mit einem anderen. selbst der eineiige zwilling ist zumindest ein paar minuten älter als der andere, niemand ist gleich. das ist die faszinierende seite der ungleichheit.

die ungerechte seite ist dann das, was wir aus dieser ungleichheit machen. wir leiten davon immer wieder das recht ab, menschen zu sortieren. und da gibt es viele möglichkeiten, aus der unendlichen ungleichheit einzelne merkmale herauszunehmen und sie zum anlass zu machen, uns auseinander zu klauben, zu trennen, zu unterscheiden, zu differenzieren, auszuschliessen, auszugrenzen, auszusperren, einzusperren, abzuschieben, zu deportieren, umzubringen, zu ermorden, hinzurichten.

sortieren von menschen ist einfach. in heteros und lesbischschwule, in männer, frauen und andere indentitäten, in arme und reiche, in gebildete und ungebildete, in kranke und gesunde, in lebenswerte und unlebenswerte, in begabte und unbegabte, in behinderte und nichtbehinderte, in pflegebedürftige und sportliche, in berechtigte und unberechtigte, in dicke und dünne, in schöne und hässliche, in junge und alte, in ausländer_innen und einheimische, in hiesige und fremde, in asylwerber_innen und gewährende, in bettler_innen und ihre ruhe haben wollende, in besitzende und nichts habende, in satte und hungernde, in religiöse und ungläubige, in solche, die das richtige glauben und andere die nichts oder das falsche glauben, in schwarze und weisse, in schubhäftlinge und bleibendürfende, in gerecht bezahlte und schlecht entlohnte, in profiteur_innen und verlierer_innen, in deutschsprechende und anderssprachige, in blonde und dunkelhäutige, in jüd_innen, muslim_innen, christ_innen, in wirtschaftsflüchtlinge und politische, in wirklich verfolgte und schmarotzer_innen, in legale und illegale, in konsument_innen und anleger_innen, in spekulant_innen und delogierte, in dreckige und saubere, in bewusste und stumpfsinnige, in was weiss ich was noch alles.

dabei wird kein kriterium des sortierens auch nur einem menschen gerecht.
niemals.
denn jeder mensch ist anders.
kein mensch ist nur das eine oder nur das andere.

und eines sollte uns alle, uns erdenbewohner_innen einen.
wir sind alle gleich viel wert.
wir haben alle das gleiche recht.
wir sind eine menschheit.

menschenrechte sind aus der erkenntnis formuliert worden,
dass wir niemals mehr sortieren dürfen.

sie bringt uns dennoch immer wieder um.
die ungleichheit.
ist es wirklich so unendlich schwierig, zu erfassen und umzusetzen?
sie ist das wunderbare geschenk: die ungleichheit, die uns alle auszeichnet.
sie ist der fluch, den wir uns selbst einhandeln: die ungleichheit in der daseinsberechtigung, in der teilhabe, in der berechtigung in unseren gesellschaften.

wir sind alle gleich ungleich und ungleich gleich.

dieser blogpost ist teil der weltweiten aktion
blogactionday

mehr unter http://www.blogactionday.org/

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

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