repressionstraining erfolgreich abgeschlossen

foto gerhard loub http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

gut ist es gelaufen. von anfang an ist die taktik aufgegangen. provozieren wie es im buch steht. vermummungsverbote und platzverweise, grossdemo durch unmögliche vorgaben zur absage reizen und dann volle kanne. wasserwerfer, kampfmontur und dort und da meldungen streuen, die nur einen einzigen zweck haben: heiss machen.

es geht längst nicht um einen bumsti oder die korporierten. es geht auch nicht um hofburg oder konflikte zwischen rechts und links.

es geht um manöver. die mann- und frauschaft im korpsgeist zu stärken, feindbilder herbeizubestätigen und vorhersehbare ausschreitungen zum übungsanlass zu nehmen. schliesslich steht in unseren breiten noch einiges ins haus.

bald wird es nicht gegen einen scharzen block oder angebliche chaoten gehen. bald wird es gegen arme, ausgegrenzte, armutsmigrantInnen oder solche menschen gehen, die wir uns nicht mehr leisten wollen, die als kostenfaktor oder belastung identifiziert und abgestempelt werden.

wen immer die boulevardpresse dann als die ursache aller probleme ausmachen wird, gegen die werden „wir“ dann mit aller härte vorgehen müssen. nicht nur an den aussengrenzen, sondern auch mitten in unseren städten. in der innenstadt.

das will geübt werden. dafür sind manöver unter möglichst realistischen bedingungen ideal.
und wir gewöhnen uns bei dieser gelegenheit daran, dass es schon mal hart zu gehen kann.

repression will gelernt sein.

repressionstraining erfolgreich abgeschlossen.

foto gerhard loub http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

7 Kommentare

  1. Sorry, lieber Bernhard Jenny, aber den „gefällt mir“ Button zu drücken schaffe ich trotz aller Zustimmung zum Text nicht. Danke jedenfalls für die treffende Zusammenfassung!

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  2. Zitat: „bald wird es gegen arme, ausgegrenzte, armutsmigrantInnen oder solche menschen gehen, die wir uns nicht mehr leisten wollen, die als kostenfaktor oder belastung identifiziert und abgestempelt werden.“

    Diese volkswirtschaftliche Kostenfaktor wurde schon nach dem 1. Weltkrieg und in der NS-Zeit immer falsch berechnet und führte zu menschlichen Grausamkeiten. Deswegen bin ich angelsächsische Neoliberale geworden. Im Neoliberalismus hat der schlanke Staat nur noch seine rudimentären Kernaufgaben und hat keinerlei Unterhalt oder Pensionszahlungsverpflichtung, Jeder muss für sich selbst oder mit Hilfe seiner Familue sorgen oder Kirchen oder wohltätige Privatorganisationen bieten Charity an. Das ist in Wahrheit viel milder, weil jemand nicht als Staatskostenfaktor mehr gesehen wird und daher auch, wenn er keine sonstigen Gesetze bricht, nicht aus kostengründen ausgewiesen wird. Bei reichen Wohltätern, die Armenspeisungen durchführen geht es niemanden was an, was der Reiche mit seinem Privatkapital macht.
    Es gibt dort weniger Chance für eine gehässige Rechte, die meint: „wir sollen die nicht alle durchfüttern“
    Bei einem staatssozialismus kann daa leider die Mehrheit entscheiden und im Neoliberalismus entscheidet alleine der Reiche und der ist in schlechten Zeiten immer noch weniger neidig und geizig, als die Masse.

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  3. Wolfi Fuchs

    selten so einen schwachsinn gelesen

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