der grosse schultest

schule verblödet - foto: mkorsakov (creative commons)

pröll hat mit der heutigen präsentation seines „bildungskonzeptes“ einen grosstest gestartet.

probandInnen in diesem test sind mehrere millionen. alljene, die einmal eine österreichische schule besucht haben.

thema des tests: erkennen eines etikettenschwindels.

es soll ergründet werden, ob diejenigen, die zunehmend unzufrieden mit dem österreichischen schulsystem sind, sich mit einer placebo-kröte abspeisen lassen.

placebo deshalb, weil am eigentlichen selektionsdenken „neue mittelschule“ draufsteht, aber 0,000 gramm wirkstoff an veränderung drin ist.

kröte deshalb, weil es sich nicht um eine tablette handelt, die leicht zu schlucken wäre, sondern um ein absolutes unding: die selektion der schülerInnen in die vielen durchschnittlich kathegorisierten da unten und die wenigen zufällig als hochbegabt eingestuften da oben soll betoniert werden.

ob das ersetzen von „hauptschul“-schildern mit „neue mittelschule“-schildern auf dauer ein renner wird (immerhin würden die dann vermutlich in 50 jahren auch noch „neu“ heissen), können wir nun beobachten.

es ist eine nagelprobe dafür, wieviele menschen in unserem land trotz österreichschen schulsystems (immerhin von maria theresia damals als „neu“ erfunden 😉 noch klar denken können und sich nicht hinters schwarzrote licht führen lassen.

EINE schule für ALLE schulpflichtigen ist eine gesellschaftliche notwendigkeit.

foto: mkorsakov (creative commons)

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

2 Kommentare

  1. In Welchen Schultyp stecken Politiker eigentlich ihre Kinder? Ich hätte da so eine Vermutung, die parteienübergreifend ist… Kann es sein, dass all diese Kinder gleich klug sind? Wie wärs damit einfach eine Schule zu schaffen, in die dann all diese wertvollen Sprösslinge gehen müssen? Das würde die Kreativität aller vielleicht etwas beflügeln!

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  2. Severin Vetter

    Eine Schule für alle Schulpflichtigen ist eine gesellschaftliche Katastrophe. Wie die Ergebnisse aus den Gesamtschulländern zeigen, werden dadurch die ohnehin sozial benachteiligten Kinder nur noch weiter benachteiligt. Intelligente, leistungswillige Kinder aus armen oder bildungsfernen Familien verlieren dadurch ihre Aufstiegschancen und denen, die nicht so leicht lernen, wird auch nicht geholfen. Reiche, gebildete Eltern stecken die Kinder in Privatzschulen oder machen – wie in Amerika – Heimunterricht, wenn in den Schulen zu wenig geboten wird.
    Ein paar Zahlen gefällig? In Frankreich ist die Zahl der Studenten aus armen Familien an den Eliteuniversitäten seit Einführung der Gesamtschule von 29% auf 9% GEFALLEN. In England hat sie sich halbiert – und in England gehen 7% der Kinder auf die teuren Privatschulen und diese Kinder besetzen dann allein in den naturwissenschaftlichen Fächern mehr als die Hälfte der Studienplätze, während die retslichen 93% der Bevölkerung sich die (knappe) andere Hälfte teilen (und davon kommt der Großteil auch nicht aus Gesamtschulen). Und in Spanien sind landesweit bereits 30% der SChulen Privatschulen (in Mddrid über 50%) – sicher nicht, weil die öffentliche Gesamtschule so großartig ist. Und das EU-Land, in dem Bildungerfolg statistisch gesehen am meisten von Bildung und Einkommen der Eltern abhängt, ist FINNLAND.
    Im übrigen gilt die Einheitsschule in England und Frankreich bereits seit 10 Jahren als GESCHEITERT.

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