getötete menschen sind immer niederlage für die menschheit

wenn es noch eines vorfalls bedurft hätte, um aller welt vorzuführen, wieviel ausweglosigkeit das töten bedeutet und weitere ausweglosigkeit erzeugt, mit dem heutigen angriff der israelischen elitetruppen auf einen schiffskonvoi mit ziel gaza-streifen ist es schreckliche gewissheit, dass töten niemals weiterbringt.

an solchen tagen wie heute muss ich an daniel barenboim denken und seine aussage (die ich nur sinngemäss wiedergeben kann), dass es bereits sicher ist, dass die völker im raume israel / palästina friedlich zusammen leben werden (müssen), die frage ist nur, wie lange sie noch brauchen, zu erkennen, dass dies der einzige weg für alle beteiligten ist.

an solchen tagen wie heute fühlen wir uns unendlich zurückgeworfen. als würden wir es wohl nicht mehr erleben können, dass die vision barenboims wirklichkeit wird.

wir müssen die details des heutigen überfalls schiesswütiger milizen gar nicht wissen um zu erkennen, dass dies niemals eine lösung sein kann. es ist im gegenteil das unendliche schüren von hass und verzweiflung. seit meinen begegnungen mit menschen, die den krieg in bosnien erlebt haben, habe ich es mir abgewöhnt, als aussenstehender naive friedenswünsche zu formulieren.

dennoch muss uns aber im sinne von daniel barenboim klar sein, dass es eigentlich keine option gibt. nur eine welt ohne ausgrenzung und ohne morden ist eine lebenswerte. nur eine welt, in der wir alle mit gleichen rechten zusammenleben ist menschengerecht.

es ist nur eine frage der zeit, bis wir es endlich erkennen. in 77 generationen, in 7 oder morgen.

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Über bernhardjenny

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5 Kommentare

  1. Klaus

    „wir müssen die details des heutigen überfalls schiesswütiger milizen gar nicht wissen um zu erkennen, dass dies niemals eine lösung sein kann“

    und wenn sich im Detail herausstellt, dass es Notwehr war….ist das Detail dann auch unwichtig?
    aber was wir offenbar schon von vornherein wissen ist, dass es „schiesswütige milizen waren“; frag mich nur woher wir das wissen…

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    • lieber klaus,

      notwehr ist immer etwas anderes. klar. es würde mich sehr wundern, wenn sich sondereinheiten gegen die menschen auf diesen schiffen plötzlich „notwehren“ hätten müssen, aber selbst dann gilt (und das gilt natürlich für alle seiten): solche konfrontationen bringen uns niemals weiter.

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  2. Klaus

    lieber Bernhard
    einseitige Verurteilungen „schiesswütige milizen“ bringen uns auch nicht weiter;
    wenn man unter http://www.lizaswelt.net/ die betr. videos anschaut, ist notwehr nicht auszuschließen.
    die konfrontation haben wohl ursprünglich die „friedensaktivisten“ gesucht, Israel ist sehr ungeschickt in die Falle gelaufen;

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  3. ich sag ja, egal wer wen provoziert hat, wer wo in eine falle getappt ist, solange wir gegeneinander kämpfen und einander umbringen, sind wir grundsätzlich falsch unterwegs.

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  4. um es nochmal klar zu machen: der heutige tag mit so vielen antisemitischen wutausbrüchen zeigt auf dramatische art, dass dieser vorfall weit mehr zum brennen bringen kann, als wir ahnen können.

    mir ist klar, dass vieles, was uns aus den medien nur logisch und schlüssig erscheint, in wirklichkeit ganz anders ist. (ich erlebe das in diesen tagen selbst immer wieder.)

    das alles ist aber ein grund mehr, darüber nachzudenken, was bewaffnete auseinandersetzungen überhaupt bringen. und das meine ich niemals einseitig. selbstredend.

    mit bomben, egal ob selbstmordattentat oder von flugzeugen abgeworfen, mit kugeln, messern, säbeln oder schlagstöcken werden wir niemals weiter kommen.

    einzig und allein die bereitschaft zum frieden, das heisst zur annahme der existenzberechtigung aller menschen, bringt uns weiter.

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