vernetzung bedarf viel hintergrundsarbeit

"gente02" cristina colombo

cristina colombo: gente02

genau zur richtigen zeit, um 17 uhr – für menschen wie mich also zur „mittagszeit“, weil diese stunde ziemlich exakt meine aktiven tageszeiten in zwei fast gleiche teile teilt – fand heute der CITY Lab Salon IV im spoon, also mitten im festspielbezirk statt.

vernetzungstreffen gibt es ja inzwischen viele. was früher der vogelzuchtverein, der eisstockschiessverein oder der stammtisch war, findet heute natürlich „ganz anders“ statt. statt um feste mitgliedschaft und mitgliedsbeitrag geht es heute um offene formen, niemand ist verpflichtet, alle dürfen und jedeR ist gerngesehen. in zeiten der virtuellen vernetzung und der offenen plattformen bekommt die reale begegnung zwar eine andere, neue rolle, aber sie ist nicht weniger wichtig.

CreativeCity-Salzburg ist eine Initiative für Kreativwirtschaft in der Stadt-Salzburg. Für Bewusstseinsbildung, Vernetzung und Austausch innerhalb der Szene. Für die Weiterentwicklung von Potenzialen und Stärken. Für neue Perspektiven und gemeinsame Projekte.

so steht es in der eigendefinition auf facebook zu lesen. umgesetzt sieht das dann so aus: höchst unterschiedliche menschen – allesamt sich selbst der kreativwirtschaft zugehörig einstufend – treffen sich nun schon mit fast gewohnter regelmässigkeit, um mal in die eine, dann in die andere kreativbranche salzburgs über die kurzvorstellung einiger protagonistInnen einblick zu bekommen. der kreis der häufigen wiederbesucherInnen der Labs wächst kontinuierlich, bei jedem treffen kommen neue interessentInnen dazu.

das gelungene dabei: es entsteht eine angenehme atmosphäre, die von (in salzburg eher ungewöhnlichen?) beeindruckender offenheit getragen ist: kleinstunternehmerInnen neben betreiberInnen grösserer firmen, anfängerInnen neben „urgesteinen“, weithin oder international bekannte neben sehr local players. dass in diesen veranstaltungen der verbindende ansatz zum tragen kommt und wirklich angenehme vernetzungsstimmung aufkommt, ist aber kein zufall. inga horny, geschäftsführerin des salzburger altstadt verbandes, ist es gemeinsam mit einer „pressure group“ gelungen wirklich etwas neues, mutiges in eine zu schätzende, weil frische regelmässigkeit zu bringen.

solche treffen könnten auch sehr schnell dem berühmten „sack voller flöhe“ ähneln. dass dies nicht so ist, ist wohl in hohem mass dem immer wieder deutlich ausgesprochenen und spürbar ehrlichen leitmotiv zu danken, menschen – sogar den fast schon von berufs wegen schwierigen kreativen – zum offenen und ehrlichen begegnen und vernetzen einzuladen.

wie so oft, ist bei solchen veranstaltungen nicht auf den ersten blick erkennbar, dass bis zum zustandekommen sehr viel arbeit im berühmten „hintergrund“ passieren muss, damit dann viele menschen entspannt chillen können. inga horny und ihrem team gebührt dafür der ausdrückliche dank.

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

Ein Kommentar

  1. dem kann man sich auf ganzer linie anschliessen. menschen im hintergrund legen meistens die schienen, auf denen neues entsteht. wichtig ist jetzt geduld und mut, diesen weg weiter beharrlich zu gehen. bewusst mit offenen augen und ohren. und mit der notwendigen beharrlichkeit. diese gilt für beide seiten. für jene, die es im hintergrund ermöglichen, und jene die das city lab im vordergrund mit kreatvem leben füllen. das eine geht ohne dem anderen nicht. danke für diese initiative an das altstadt marketing team und seine „einflüsterer“.

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