es wäre ein signal.

es wird wohl einer der wenigen wenn nicht der einzige artikel sein, in welchem ich mich auf ein sportereignis beziehe.

aber das, was da gerade in dortmund passiert, ist unglaublich.

unglaublich toll: die reaktionen der monaco-fans, die „dortmund“ in solidarität mit jenen skandieren, die das ziel eines anschlages von wem auch immer wurden.

unglaublich toll: die fans des bvb, die die monaco-fans bei sich zuhause aufnehmen, um die wartezeit zum heutigen – ungeplanten – nachspiel eine bleibe zu haben.

zu loben ist auch wieder einmal die hochprofessionelle kommunikationsstrategie der polizei. hier werden social media genutzt um zu deeskalieren, zu beruhigen und daher auch um für grösstmögliche sicherheit zu sorgen.

unglaublich daneben: die spieler heute auf das feld zu schicken, weil von uefa bis weiss nicht wo werbeeinnahmen und sonstige kommerzielle interessen der uefa gesichert bleiben sollen, das ist eine zumutung. wie sollen diese spieler wirklich ernsthaft – unbeeindruckt ??? – spielen? das ist das negative „the show must go on“.

gegenargument: natürlich ist es ein wichtiges signal, sich von keinem anschlag, ob terror aus dem einen oder anderen eck, beeindrucken zu lassen. das wäre das positive „the show must go on“.

der vorschlag eines naiven nichtfussballers: die mannschaften betreten das feld und spielen vereinbart ein 1:1 und dann wird das spiel nach „gültigkeitsdauer“ abgebrochen. es folgt ein fest des friedens und der freundschaft mit alljenen, die in das stadion gekommen sind.

es wäre ein signal.

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

3 Kommentare

  1. zitat aus der meldung des orf:
    „Bereits vor dem Anpfiff hatte BVB-Trainer Thomas Tuchel die schnelle Wiederansetzung kritisiert. „Wir hätten uns mehr Zeit gewünscht, damit umzugehen“, sagte der 43-Jährige. Im UEFA-Hauptquartiert in Nyon sei entschieden worden, „ohne dass das Ausmaß irgendwie klar war“. Es sei „ein etwas ohnmächtiges Gefühl“, meinte Tuchel. Man müsse vor allem den Spielern zugestehen, „mit einem mulmigen Gefühl in den Bus zu steigen“.

    womit sich meine kritik als sehr berechtigt erweist…

    http://sport.orf.at/stories/2271724/2271725/

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  2. „Ich weiß nicht, ob das die Leute verstehen können, aber bis ich in der zweiten Halbzeit auf dem Platz war, habe ich nicht an Fußball gedacht.“ Sahin war in der Pause eingewechselt worden. „Ich weiß, dass der Fußball wichtig ist. Und ich weiß, dass wir sehr viel Geld verdienen, ein privilegiertes Leben haben. Aber wir sind auch nur Menschen und es gibt sehr viel mehr als Fußball auf dieser Welt. Das haben wir vergangene Nacht gefühlt.“ –

    http://derstandard.at/2000055894905/Dortmund-Trainer-Tuchel-kritisierte-UEFA-fuer-Spielansetzung

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  3. Pingback: gier bringt viele ums leben. | bernhard jenny bloggt

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