sobotka ist untragbar

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wolfgang sobotkas auftritte und interviews zu hören oder zu lesen ist ein unterfangen, das weit über die schmerzgrenze geht. es braucht kein billiges lehrer_innen bashing, um einfach festzustellen: die bürger_innen dieses landes haben es sich nicht gefallen zu lassen, in einem oberlehrerhaften ton von „oben“ herab behandelt zu werden. und die menschen, die zu uns flüchten, ebensowenig.

wer in einem derartig abwertenden ton über menschen spricht, wer nicht davor zurückscheut, in derber manier den autoritären minister geben zu müssen, muss sich gefallen lassen, dass er einfach nicht ernst genommen wird. es gilt ihn so schnell wie möglich aus der regierung abzuschieben. umgehend.

sobotka ist untragbar

ps. in der berichterstattung über die heutige pressekonferenz, wurden auch zahlen über die herkunftsländer der ausgeforschten tatverdächtigen publiziert.

der fokus auf „die ausländer“ schlägt sich dann in solchen grafiken nieder:

kriminalitätltbmi_quelle standard
die gleichen zahlen liessen sich aber auch fair darstellen:

kriminalität_absolut.jpg

Fotos:
Michael Kranewitter, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 – adapted by bernhard jenny cc licence by sa, Grafik Screenshot DerStandard.at, grafik bernhard jenny cc licence by sa

 

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10 Kommentare

  1. Heiko Ferring

    Es ist logisch das im absoluten die Österreicher mehr Straftaten begangen haben.
    Aber wenn man überlegt wie viele Österreicher in Österreich leben und wie viele Ausländer, dann ist es ein Wahnsinn, dass 37% der Straftaten von Ausländern begangen wurden.
    Würde man jetzt da noch die „Österreicher“ mit Migrationshintergrund welche unsere Werte nie akzeptiert haben heraus rechnen,…..

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    • Chris

      Von welchen werten sprichst du eigentlich? Was sind òsterreichische werte? Ich-bezogen? Anderen die Schuld an der Arbeitslosigkeit und dem Staatsverschuldung geben?
      Verbrechen sind häufig ein Zeichen von Armut und hat nichts mit der Herkunft zu tun.

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  2. Michael

    Das Problem ist die schwere der Taten bei diesem Vergleich ist jeder Ladendiebstahl und jede Schlägerei von Jugendlichen usw miteingerechnet. Klar ist das da Österreicher vorne sind.

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  3. @Heiko und Michael: Tatsächlich verzerren die vielen Klein- und Kleinstanzeigen die Statistik zuungunsten von Migranten. Diebstähle z.B. sind klassische Armutskriminalität und von Armut sind in unserer Gesellschaft vorwiegend Migranten betroffen. Nicht zu vergessen, dass es auch so etwas wie Kriminalitätstourismus gibt. Es gab und gibt Einbrecherbanden aus Rumänien und Serbien, deren Mitglieder „unten“ leben und auf Einbruchstour hierherkommen. Das ist gerade in diesem Sektor ein massiver Anteil und für tausende Anzeigen pro Jahr verantwortlich. Nicht zu vergessen, dass bei vielen Delikten die Bereitschaft, Anzeige zu erstatten, nachweislich größer ist, wenn der Verdächtige „Ausländer“ ist. Ich sag hier nur Ladendiebstahl. Dann gibt’s noch eine Reihe von Delikten, die du als Österreicher kaum begehen kannst – das sind die Bereiche, wo Verstöße gegen das Fremdenrecht ins Strafrecht übergehen, also so ziemlich alles, was mit Schlepperei und illegaler Einwanderung zu tun hat.

    Für den relativ hohen Anteil an deutschen Verdächtigen hab ich ehrlich gesagt keine wirkliche Erklärung. Obwohl mittlerweile viele Deutsche in Ö Armutsflüchtlinge sind und mit prekären Jobs immer noch besser fahren als mit Hartz IV zuhause, ist die soziale Lage von Deutschen in Ö insgesamt nicht wirklich schlechter als die von Österreichern.

    Man müsste die Statistik also zumindest aufgliedern nach Österreicher, Migranten (inkl- Asylwerbern) und Touristen/illegal Aufhältigen. Dann wäre sie deutlich aussagekräftiger als das hier.

    Und nicht zu vergessen: Diese Statistik zeigt Anzeigen, nicht Verurteilungen.

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  4. Heinz Knisch

    Zuerst Mikl-Leitner jetzt Sobotka. Geht es noch tiefer und peinlicher?

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  5. Heiko Ferring

    @chrisbaumgarten

    Armutskriminalität klingt immer nach dem armen kleinen Jungen, dem die Hand abgehackt wird weil er am Basar einen Apfel für seine kleine hungernde Schwester gestohlen hat.
    In Österreich bedeutet Armutskriminalität Geld für´s Wettcafe aufzutreiben, oder jemandem sein Handy etc. abzunehmen weil es einem besser gefällt als das eigene.
    Ob man das wirklich als Armutskriminalität definieren sollte?

    Kriminaltouristen sind ein großes Problem da wir quasi keine Grenzen haben, aber auch keine wirklich grenzübergreifende Zusammenarbeit der Polizei.
    Jedoch spielen die in der Statistik über Ausländerkriminalität keine überragende Rolle, den die wenigsten werden gefasst und einen Täter brauche ich nun mal um seine Nationalität fest zu stellen.

    Sie sagen das bei Straftaten wie Ladendiebstahl nachweislich bevorzugt Ausländer angezeigt werden? Das sehe ich so in meinem Umfeld nicht.
    Also verlinken sie hier bitte diesen Nachweis von dem sie sprechen damit die Aussage Substanz hat.

    Ganz vorne liegt Diebstahl, gleich danach kommt Körperverletzung.
    Als Verstöße gegen das Fremdenrecht wurde nur Schlepperei gewertet, nicht jedoch der illegale Grenzübertritt, dies hat also keinen erheblichen Anteil an der Statistik.
    Anbei gab es 948 Sexualverbrechen durch Ausländische Täter, also werden im Schnitt 2,5 Frauen pro Tag zum Opfer. Dazu kommt die zahl der Opfer, wo der Täter eben nicht ergriffen werden konnte welche noch höher ist.

    Das die Zahl der Kriminellen Deutschen so hoch ist liegt daran, dass die Deutschen mit Abstand die größte Ausländergruppe stellen(170.000).

    Es steht ja außer Frage das jede Nation oder Ethnie Straftäter hervor bringt.

    Einen Hebel bei der Ausländerkriminalität anzusetzen bedeutet in keiner Weise die Bekämpfung gegen inländische Straftaten zu vernachlässigen.

    Es ist halt mal schwer einen „Fritzl“ ohne Hinweise aus der Bevölkerung zu überführen.
    Da ist es der Polizei kaum möglich präventiv zu wirken.

    Wenn sich Jugenbanden zusammenfinden um Leute „abzuziehen“, Frauen im Öffentlichen Raum zu vergewaltigen, Drogen zu verkaufen etc. ist es durchaus möglich präventiv zu wirken.
    Und das es sich hier primär um nicht Österreichische Straftäter handelt ist nun mal so. Das hat nicht der Strache angeleiert, dass ist einfach eine Tatsache die man zur Kenntnis nehmen muss.

    Warum die linke Front immer versucht das Problem der Ausländerkriminalität weg zu reden ist mir unverständlich.
    Das Problem ist da und wir müssen es angehen und nicht durch irgendwelche Vergleiche relativieren.
    Nach ihren Denkmuster dürfte man nichts mehr für die Flugzeugsicherheit tun, weil dort e weniger passiert als im Auto.

    Und ich bin fest Überzeugt das erst dieser ständige Versuch diese Probleme weg zu reden den Rechtspopulisten Aufwind verschafft.
    Würden diese Probleme von der Politik offen und ehrlich behandelt würden Wahlergebnisse ganz anders aussehen.

    Schon 1933 haben die Kommunisten nichts anderes vollbracht als den Nazis´s in die Hände zu spielen.
    Es wäre schön wenn ihr euren Spruch: „lernen sie Geschichte“ auch einmal beherzigen würdet.

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  6. Gerhard Stürmer

    Der Anteil an Ausländern in Österreich ist 13,3%.Der Ausländeranteil bei Kriminalfällen ist 37%.Sowas nennt man überproportional!

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