in tiefer trauer

in tiefer trauer / bernhard jenny

wir europäerInnen
sehen
von oben hinunter
sehen
gelassen zu
wie tausende menschen
tausende verzweifelte menschen
im burggraben
der festung europa
jämmerlich
ertrinken

das darf uns nicht mehr schlafen lassen

lampedusa ist europa
lampedusa sind wir
lampedusa muss uns zur umkehr bringen

in tiefer trauer

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

6 Kommentare

  1. Anonymous Salzburg

    Das ist aber schon etwas einseitig gesehen. Sicher sind das Tragödien die sich da abspielen. Wie soll man damit umgehen? Wie denken wir Europäer darüber? was kann man dagegen unternehmen? Lösungsvorschläge würden mich Interessieren! Man hört ja nur immer die Armen Flüchtlinge!
    Wie viele Flüchtlinge verträgt ein Land und wer ist bereit sein Geld zu geben für die Versorgung von bis heute 22000 Flüchtlinge vor Lampedusa. Wie viel würde jeder monatlich spenden von seinem Geld?
    Wer von euch würde in seinem Haus Flüchtlinge aufnehmen?
    Was wäre wenn es keine Grenzen gäbe und Europa alle Flüchtlinge ohne wenn und aber aufnehmen würde. Wo würden wir in 10 Jahren stehen. Auf eure Antworten bin ich gespannt. Wird sicher eine Interessante Diskussion.

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  2. Karl Zehetner

    Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben an Stelle der Freiheit im Wirtschaftsleben. Das heißt ein max. Lohnunterschied von ca. 1 zu 10.

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  3. …in einem der reichen Länder, wo uns zu leben geschenkt ist, geht sich verdammt viel mehr aus. Aber das ist nur ein Punkt unter vielen Ebenen, auf denen es zu lernen gilt. Genauso wichtig ist einfach Menschlichkeit, Offenheit, das endlich Loslassen der Angst vor dem Anderen. Und wo wir da stehen zur Zeit, zeigt uns wieder mal recht deutlich das Wahlergebnis vom Sonntag.

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  4. Jutta Seferovic

    Lampedusa gehört „Gott sei Dank“ zu Italien. Sollen die sich doch darum kümmern. Wir brauchen keine Asylanten, sind sowieso nur Wirtschaftsflüchtlinge. Davon haben wir sowieso schon genug. Sollen sich doch endlich einmal gut integrieren und nicht auf Staatskosten leben. Die Sprache können sie auch nicht, besonders die Frauen. Die werden doch alle von ihren Männern unterdrückt, müssen Kopftuch tragen. Und die Kinder können kein Deutsch, sind sowieso schon mehr Ausländer als Österreicher in den Klassen.Machen nur Probleme, alles Kriminelle.Aber wenn es um deren Rechte geht, oder wo und wie sie zu Geld kommen, da kennen die sich aus. Was die an öffentl. Geldern bekommen, wir Inländer haben da keine Möglichkeiten, wissen nicht so genau Bescheid………………..!
    Das ist die Meinung vieler Österreicher, ebenso vieler Europäer. Und das aus allen Bildungsschichten, auf dem Land genauso wie in der Stadt. Ich hab es oft so satt, immer wieder zu erklären, warum manches so und anderes eben anders ist. Das alle Menschen eine Chance verdient haben und dass es eigentlich egal ist, welche Hautfarbe, Religion, Bildung, Nationalität, Muttersprache,……..usw. der Mensch hat. Dein Gegenüber ist Mensch und das ist das Einzige was zählt. Halte dich an die Gebote ( sind in allen Religionen gleich), und aus ethischen Gründen für alle geltend, auch ohne Bekenntnis, dann weißt du, was zu tun ist.

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    • danke jutta für deinen kommentar, mit dem du leider sehr recht hast. es ist immer wieder schwer begreifbar, warum das auseinanderdividieren, das diskriminieren, das leben auf kosten von anderen so viel populärer ist, als das gegenseitig solidarische, fördernde leben…

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  5. Schön, dass es in der Festung Europa doch Leute gibt, die trauern! – Mein poetischer Kommentar – frei nach Paul Celan – findest Du hier: http://lyrifant.wordpress.com/2013/10/08/lampedusa/

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