das organisierte wirtschaftsverbrechen feiert!

heute vor einem jahr wurde eine lawine ausgelöst, die seither fälschlicherweise „witschaftskrise“ genannt wird. schnell wurde panik weltweit verbreitet, kein stein werde auf dem anderen bleiben, jetzt bräche die rohe gewalt zwischen allen habenichtsen der welt aus.

doch es ist ganz anders gekommen: massenweise kündigungen dort und da, skandalöse budgetkürzungen an allen unmöglichen stellen, mit dem zauberwort „krise“ konnte jede soziale gerechtigkeit storniert, jedes solidarisches system in misskredit gebracht werden. doch das ist nicht die neue schreckliche welt, vor der wer uns seit einem jahr fürchten sollen, es ist vielmehr die unverschämte und ins unendliche gesteigerte gier einiger weniger, die allen anderen wenn möglich alles und noch mehr wegnehmen wollen.

regierungen sprangen schnell als „retter“ in die szene und wollten das schlimmste vermeiden, indem sie genau jene spekulantInnen, die sich „verzockt“ hatten, mit unglaublichen summen als garantien ausstatteten. seither geht (fast) alles wieder wie gewohnt seinen lauf:

  • unglaubliche gewinne und profite aus organisiertem wirtschaftsverbrechen werden in noch rascherem tempo lukriert als früher, in immer noch höheren summen.
  • unsoziale kürzungen und streichungen von arbeitsplätzen finden immer unverschämter statt, die „wirtschaftkrise“ ist angeblich schuld, hinter der sich die profiteurInnen verstecken wollen.

mag sein, dass es sehr verkürzt ist: unsere machtsysteme brauchen immer ein bild der bedrohung, um das kleine volk glauben zu machen, dass kein geld mehr für alle da wäre, dass leider unbedingt gespart werden müsste: in meiner kindheit hiess die bedrohung „russe“ oder „ostblock“, in diesem jahrtausend dann „terrorismus“ und aktuell „wirtschaftskrise“.

heute feiert ein trugbild geburtstag, das hoffentlich bald möglichst viele menschen durchschauen!

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Über bernhardjenny

kommunikationsgestalter mein unternehmen: jennycolombo.com blogger, medienkünstler, autor, erwachsenenbildner salzburg - wien

2 Kommentare

  1. Großartiger Artikel. Mit dem kleinen Einwand: Das Drohbild „Russe“ hat erst den Aufbau des europäischen Sozialstaats ermöglicht. Kaum ist die UdSSR untergegangen, war’s damit vorbei.

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  2. Was – wir haben keinen Sozialstaat mehr? Wohin hab ich dann letzten Monat fast die Hälfte meines Gelds überwiesen?

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